Kossuth kormánybiztosa, Csány László 1790-1849 - Zalai Gyűjtemény 30. (Zalaegerszeg, 1990)

V. Varsányi Péter István: A Szemere-kormány közmunka- és közlekedésügyiminisztere (1849. május—augusztus)

hozzájárulni — a makulátlan kormányzó, az „áruló" hadvezér fogalma; de az, aki mindkettőhöz közel állt, az — enyhe kifejezéssel — a hibázó politi­kus. Valójában a Görgey-ellenes nézetek nagy ellenérve az a bizalom, amely­lyel Csány László a hatalom átadásában maga is buzgólkodott; s az a véle­mény, amelyet a becsületes, ráadásul Kossuthtal szívélyes viszonyban lévő közmunka- és közlekedésügyi miniszter az „árulóról" kialakított és magában megőrzött. PÉTER ISTVÁN VARSÁNYI DER MINISTER FÜR ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND STRASSENVERKEHR IN DER SZEMERE-REGIERUNG (MAI BIS AUGUST 1849) Nach der Annahme der Unabhängigkeitserklärung kam es in Debrecen zur Bil­dung der neuen Regierung. Für die Einbeziehung László Csánys in diese Kör­perschaft war von Kossuths Seite aus ausschalggebend, dass er sich auf Csánys persönlichen Mut verlassen konnte, er jedoch seine Sorgen, da jener kein Politi­ker der ersten Reihe war, nicht vermehren würde. Csány nahm das — in Wirklichkeit nicht „politische" — Ministerium mit dem Vorsatz an, bei auftretenden Differenzen der „Aussöhnung zu dienen". Un­schwer können wir uns vorstellen, dass es sich vor allem um die Differenzen zwischen Kossuth und Görgey handelte. Csány unterhielt zu beiden eine akzep­table Verbindung aufrecht. Die erste Aufgabe bei seiner Tätigkeit war die Neuorganisierung des Minis­teriums, später die Verwirklichung der Änderungen jener Vorstellungen, welche sein Vorgänger István Széchenyi erdachte, so de Bau der Bahnlinie Pest — Deb­recen, Debrecen — Kolozsvár, welchen die Union wünschte, zu realisieren. Mit dem beginnenden Freiheitskampf hat, ausser Szemére, der Gesetzesent­würfe unterbreitete und der sich mit dem Finanzen beschäftigende Duschek, Csány — als Fachminister — verdienstvolle Arbeit verrichtet: die Absicherung des Transpotes der Armee und die Lösung der Probleme der Flucht von Pest nach Szeged, später nach Arad. Eine seiner Tätigkeiten als Minister war der Ausbau der Beziehung zu Artúr Görgey, ein nicht zu vernachlässigendes Moment (das persönliche, nahezu freundschaftliche Verhältnis vor ihrer Miinisterzeit, die offi­zielle Zusammenarbeit in den ersten Monaten des Sommers 1849 und der war­me, menschliche Kontakt in den Tagen des Zusammensturzes). Im August 1849, dieser krisenhaften Zeit, teilte Csány als Minister und auch als Privatmensch das Schicksal der Armee. Solange möglich, vermittelte er zwischen Kossuth und Görgey. Er flüchtete nicht, unterstützte jedoch die Flüch­tenden und folgte der Armee bis Világos. Als diesem durch den Sturz ein Ende gesetzt war, übernahm der ohne Schwanken auch die Folgen. Wenn die Person László Csánys auch nicht die Grösse Kossuths, Lajos Batthyánys, Széchenyis, Szemeres oder Görgeys erreichte, gehörte er doch zur Gar­de der Revolutions- und Freiheitskampfführer. Und seine Strafe wurde danach bemessen.

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