Vízügyi Közlemények, 1999 (81. évfolyam)

3. füzet - Papp Ferenc: Árvízvédelmi biztonság és kockázat

350 Papp Ferenc — The risk of flooding can be decrease if either the probability of failure of flood control fa­cilities is reduced, or the extent of the damage of flooding the protected areas is reduced; — The determination of the "tolerable risk " is made in a multicriteria decision making process, in which economic and cost factors are considered along with the hazards to human life and human-health, the aspects of environmental protection and nature conservation, the condi­tions of national defence and the international agreements. Sicherheit und Risiko des Hochwasserschutzes von Dipl.-Ing, Ferenc PAPP Sicherheit und Risiko sind Begriffe, die bis heute verhältnismäßig frei, zumeist im alltäglichen Sinn verwendet werden. Ihre Anwendung auf den Hochwasserschutz kann leider auch nicht wesent­lich präziser genannt werden. Die Techniker befassen sich im allgemeinen mit der durch das Schutzsystem gewährten Sicherheit und bemühen sich um die Gewährleistung der in den Normen vorgeschriebenen Parameter, während die Ökonomen meistens um die Ermittlung des wirtschaftli­chen Wertes der auf dem geschützten Gebiet befindlichen Güter und um die Quantifizierung deren Gefährdung durch Hochwässer bemüht sind. In der Gcschichte der Beziehung zwischen Fluß und Mensch sind auch in Ungarn die drei ha­uptsächlichen Entwicklungsstufen erkenntlich welche im Umweltschutz gewöhnlich als die passive, die präventive und die aktive Stufe bezeichnet werden. Ungarns auf dem Gebiet des Hochwasserschutzes erzielte Ergebnisse werden in Bild 1 veran­schaulicht. Der von den regelmäßigen Überflutungen befreite Teil des Landesgebeites hat im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jh. dynamisch zugenommen, bis er 95% der gefährdeten Gesamtfläche er­reichte. Im Läufe dessen hat anfangs die Gesamtlänge der Schutzlinien, später deren Sicherheitsgrad rasch zugenommen, was mit einem kontinuierlichen Rückgang der Anzahl und des Gebietenteils der innerhalb des Schutzgebietes stattgefundenen Überflutungen einherging. Die aus den Daten von Bild I abgeleitete Häufigkeit der Überflutungen ist, infolge der verschiedenen Hochwasserschutzmaßnah­men, um eine Größenordnung zurückgegangen, wobei ihr Durchschnittswert im 20. Jh. bei 0,3% lag. Unter Sicherheit versteht man einen gefahrlosen Zustand. Die höhenmäßige Sicherheit der Hochtwasserschutzanlagen (m b) zeigt das Maß an, um welches die Deichkrone (Ну) über dem maß­geblichen Wasserstand (H m) liegt bzw. liegen sollte. Die Standfestigkeit wird in der bis heute in weitem Kreise angewandten Bemessungs- und Kontrollpraxis durch die Beziehung (2) charakterisiert (Tabelle I). Für die Hochwasserschutzanlagen ist es ausgesprochen kennzeichnend, daß sowohl bei der Er­mittlung der Belastung (Wasserstand, Dauerzahl), als auch bei derjenigen des Widerstandes (Erdan­lagen, Untergrund) verhältnismäßig viele Unsicherheiten auftreten, so daß es unbedingt ratsam wäre, die Sicherheit auf einer wahrscheinlichkeitstheoretischen Grundlage zu behandeln. Trotzdem wer­den in der ungarischen Praxis - den gültigen Entwurfs- und Kontrolle-Vorschriften entsprechend ­fast überall Sicherheitswerte und -beiwerte verwendet. Aufgrund eines Vergleichs der Sicherheitsvorschriften und der Ergebnisse der Zustandserhe­bungen kann fürjeden Querschnitt und fürjeden Flußabschnitt das Maß der Schutzfähigkeit ermittelt und auch der für die Behebung der gefundenen Mängel notwendige Kostenaufwand berechnet wer­den. Laut einer im Jahre 1995 fertiggestellten ausführlichen Analyse wäre für die Instandhaltung der erstrangigen Hochwasserschutzanlagen in Ungarn 2 Mrd Ft/Jahr, für ihre den technischen Vor­schriften entsprechende Entwicklung 58 Mrd Ft notwendig gewesen. Dagegen haben sich die Inves­titionen der Regierung vor 1996 allmählich vermindert, doch nehmen sie seitdem langsam zu (Bild

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