Vízügyi Közlemények, 1998 (80. évfolyam)

2. füzet - Csonki I.-Fejér V.-Klingné Ábrahám J.-Magyarics A.: A Balaton vízgazdálkodásának időszerű kérdései

A Balaton vízgazdálkodásának időszerű kérdései 283 The shoreline of the lake has been substantially altered by land reclamation works which were aimed at restoring land which was washed away and gain new areas. BVFP includes shore protection works along a 115 km long stretch of the total shoreline length of 235.6 km (Figure 7.). The primary objective of these regulation works is to preserve the still existing natural shoreline fragments. This natural-like shore protection does not include considerable technical measures but provides for wave erosion protection so as to establish natural-like conditions along the shoreline and in the area just behind it. The reed stock of the lake is substantially deteriorating and the causes are mainly due to human intervention and intrusion (Figure H.). * * * Aktuelle Fragen der Wasserwirtschaft des Balaton-Sees von Dr. -Ing. István CSONKI. Ing. Vilmos FEJÉR. Dipl..Ing. Judit KL1NG-.ÂBRAHAM. Dipl.-Ing. András MAGYARICS Ab Anfang der 1960er Jahre kam es in der Umgebung des Balaton-Sees zu einer bedeutenden Entwicklung, was eine wesentliche Rolle in der Verschlechterung der Qualität des Seewassers spielte. Die organische Nährstoffbelastung und -Akkumulierung des Sees nahm zu, so daß es zu einem bedeu­tenden Eutrophicrungsprozeß kam. Es kam oft zu Blaualgen-Blüten. Der entscheidende Teil der zum Schutz des Balaton-Sees getroffenen Maßnahmen gruppierte sich seit 1983 um das Wasserwirt­schaftliche F.ntwicklugsprogramm Balaton (WEPB). Infolge der im Einzugsgebiet getroffenen Maß­nahmen und der stattgefundenen gesellschaftlich-wirtschaftlichen Umwälzung hat sich die weitere Verschlechterung der Seewasserqualität zunächst verlangsamt und dann gestoppt. Unter den getroffenen wasservorratswirtschaftlichen Maßnahmen waren die Veränderung der Wasserstandsregulierung und die Bereinigung des Zustandes des Entwässerungssystems von beson­ders großer Bedeutung. Die seit 1977 gültige Regelung hat die jährliche Schwankung des am Pegel Siófok gemessenen Wasserstandes zwischen die Grenzwerte +0,70 m und +1,00 m „gezwungen". Der jahreszeitlich veränderliche untere und obere Grenzwert bestimmt einen 0,15 m breiten optima­len Streifen (Bild /), Die vorgeschlagene neue Wasserstandsrcgclung erhöht die Breite von 0,30 m der järlich möglichen Wasserspiegelschwankung auf 0,40 m, sowie den zeitlich veränderlichen Re­gulierungsstreifen von 0,15 m auf 0, 25 m (Bild 1). Nach der geplanten neuen Wasserstandsregelung kann lediglich einer außerordentlichen Wasserspiegelsenkung im Sommerhalbjahr nicht vorgebeugt werden. An der Wasscrablaß- und Schiffschleuse von Siófok (Bild 2) wurden bereits dreimal wesent­liche Rekonstruktionsarbciten durchgeführt, zuletz zwischen 1975 und 1978. Um ihrer neuen Auf­gabe gerecht werden zu können, muß sie baldmöglichst wieder erneuert werden. Eine weitere wichtige Vorsaussetzung für eine zuverlässsige Wasserstandshaltung ist die Ins­tandsetzung des oberen Abschnittes des Sió-Kanals. Anstatt des maßgeblichen Abflusses von 80 m\s 1 ist das Kanalbett z.Z. nur imstande, 60 mV ' ohne Ausuferung abzuführen (Bild 3). Das bedeutendste Ergebnis der für den Schutz der Wasserqualität getroffenen Maßnahmen ist, da von den sieben Abwasserentsorgungsregionen des Erholungsgebietes am Seeufer vier Regionen nicht einmal ihr geklärtes Abwasser dem See zuleiten, so daß 65% der im genannten Gebiet anfal­lenden Abwassermenge vom Einzugsgebiet hinausgeleitet wird. Die Arbeiten an der I. phase des Wasserschutzsystems Klcin-Balaton (WSKB), auch Hidvégi-Sec bezeichnet, wurden von 1981 bis 1985 durchgeführt (Bild 4) und die Arbeiten an der II. phase (Fenéki-See) wurden im Jahre 1984 begonnen. Bis Ende 1992 wurde davon ein 16 km 2 großer Teil, „ingói-berek" genannt, fertiggestellt und in Betrieb gesetzt. Ein Teil der vom Einzugsgebiet anfallenden organischen Stoffbelastung erreicht den See für die in denselben mündenden Wasserläufe. Die inzwischen fertiggestellten Filterspeicher, Geschiebe­und Schwemmseifängen bewirkten eine bedeutende Verminderung dieser Belastung. In den 40 Sied-

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