Vízügyi Közlemények, 1987 (69. évfolyam)

1. füzet - Csizmadia Károly: A vízrendezés és fejlesztés az Alsó-Tisza Vidéki Vízügyi Igazgatóság területén

Vízrendezés és fejlesztése az Alsó-Tisza-vidéki VÍZIG területén 85 das zusammenhängende System der Hochwasserschutzdeiche steht der natürlichen Ableitung der auf den vor Hochwasser geschützten Gebieten entstehenden Wässer im Wege. Damit entstanden die Probleme der Polderwasserableitung. Das Verwaltungsgebiet der Wasserwirtschaftsdirektion Unteres Theißgebiet ist der am tiefsten gelegene Teil Ungarns. Auf diesem tiefen, flachen Gebiet wird die Ableitung der Polderwässer nicht nur vom äußerst geringen Gefälle der Erdoberfläche, sondern auch von den durchschnittlich sehr geringen Flurabständen erschwert. Die mit dem Polderwasser einhergehenden Probleme treten meistens am Ende des Winters oder während der niederschlagsreichen Periode im Frühsommer auf (Bild 1). Am Ende des Winters kann sich, infolge einer raschen Schneeschmelze, viel Wasser akkumulieren, insbesondere wenn die Aufwärmung im Frühling auf viel Schnee und einen gefrorenen Boden stößt, sowie von einer bedeutenderen warmen Niederschlagsmenge begleitet wird. Das ungünstige Zusammentreffen der aufgezählten Umstände führte zuletzt in den Jahren 1966 und 1970 zu Polderwasserüberflutungen außerordentlichen Außmaßes auf der ganzen Großen Ungarischen Tiefebene, besonders aber in den Komitaten Csongrád, Békés und Bács-Kiskun (Bild 2). Die durch die Anfang Sommer gefallenen außerordentlichen Niederschläge verursachten Vernässungsschäden wurden zuletzt Ende Juni der Jahre 1974 und 1985 verzeichnet (Bild 3). Die Ableitung der Polderwässer erfordert ein genügend dichtes und gut instandgehaltenes Kanalnetz, ein entsprechendes System von Bauobjekten für Wassersteuerung und von Pumpanla­gen. Es ist wichtig, diese Kanäle verschiedenen Ranges und verschiedener Zwecke aufeinander abgestimmt zu entwickeln und zu bewirtschaften. Im Interesse einer solchen abgestimmten Entwicklung hat die Wasserwirtschaftsdirektion Unteres Theißgebiet in den Jahren 1976 bis 1978 ihre die Entwicklung der Gewässerregulierung betreffenden Vorhaben für ihr ganzes Verwaltungsgebiet, aufgeteilt nach den Komitaten Csongrád, Békés und Bács-Kiskun zusammengestellt. In den 16 Polderwassereinzugsgebieten des sich auf 8455 km 2 erstreckenden Verwaltungsgebietes der Wasserwirtschaftsdirektion wird die Anschauungsweise nach Einzugsgebieten geltend gemacht und es wird neben den Hauptanlagen die Entwicklung sämtlicher Polderwasseranlagen berücksichtigt. Bei der Entwicklung wurde vorgesehen, daß die im Durchschnitt alle 10 Jahre einmal auftretenden Spätwinter-Polderwässer in 12 Tagen und die Sommerpolderwässer derselben Häufigkeit in 3 bis 4 Tagen abgeleitet werden können. Es wurde vorgesehen, die Leistungsfähigkeit der Polderwassersysteme im Durchschnitt auf das Doppelte des gegenwärtigen Wertes, also auf 0,032 m 3 • s _ 1 • km­2 zu erhöhen, wozu die Kapazität der an den Mündungen befindlichen Pumpanlagen um 26 m 3 • s­1, die Speicherkapazität aber um 13 Mio m 3 erhöht werden muß. Von den durch die Wasserwirtschaftsdirektion betreuten Hauptkanälen müssen etwa 300 km erweitert, gewisse Bauobjekte ausgetauscht und die Pumpanlagen-Kapazitäten (Bild 4) erhöht werden. Die Dichte des Kanalnetzes wir verdreifacht: mit der insgesamt etwa 5000 km langen zwischen- und innenbetrieblichen Kanälen wird sie zwischen 1,8 und 2,3 km/km 2 liegen. Die Verwirklichung der komplexen Melioration wird von der Wasserwirtschaftsdirektion, neben den Erdarbeiten und dem Bau von Bauwerken, auch mit der Errichtung von automatisch gesteuerten, vorfabrizierten Pumpanlagen (Bild 4) und mit Dränung (Bild 6) gefördert. Aufgrund der beschriebenen Entwicklungsvorhaben ist die komplexe Melioration bislang auf einer Fläche von etwa 1500 km 2 verwirklicht worden.

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