Vízügyi Közlemények, 1987 (69. évfolyam)
3. füzet - Domokos Miklós: A dinamikus vízgazdálkodási mérleg
450 Domokos Miklós chen Systems als aktiv bezeichnet, falls der Wert einer der „Spannung" ähnlichen Kennzahl der Wassereinschränkung (y) einen aufgrund politischer, u. ä. Erwägungen festgelegten oberen Grenzwert (y*, die Fehlwassertoleranz oder „Grenzspannung") nicht erreicht. Wird diese Bedingung nicht erfüllt, also ist die Wasserwirtschaftsbilanz passiv, so werden zur Wiederherstellung des Bilanzgleichgewichtes technische, ökonomische bzw. verwaltungsmäßige Maßnahmen benötigt. Nach Formulierung dieses Grundprinzips wird in Kapitel 2 die Methodik der in der bisherigen ungarischen Praxis ausschließlich angewandten statischen - d. h. jeweils auf ein als „eingefroren" vorgestelltes Entwicklungsniveau bezogenen - summierenden Wasserwirtschaftsbilanz behandelt. (Eine wiederholte Zusammenfassung dieser Methodik schien notwendig und zeitgemäß zu sein, da sich in der letzten Zeit im allgemeinen Bewußtsein der ungarischen Fachleute sich ein stark vulgarisiertes und deshalb leicht angriffbares Zerrbild dieser Methodik verbreitat hat.) Laut dieser Methodik kann in der Wasserwirtschaftsbilanz sowohl mit konstantem, als auch mit veränderlichem (vom Wasservorrat verschiedentlich abhängigem) Wasserbedarf gerechnet werden. Die Qualifizierung der Bilanz erfolgt entweder aufgrund der relativen Dauer der Wassereinschränkung (yj) oder aufgrund der relativen Fehlwassermenge (y 2), s. Bild 1. Für die meisten Wassernutzer ist die letztere Kennzahl mehr brauchbar. Die bisherige Praxis berücksichtigte fast ausschließlich einen konstanten Wasserbedarf aund qualifizierte die Bilanz aufgrund der Kennzahl y,. Für die bei veränderlichem Wasserbedarf anwendbaren Bilanz-Qualifizierung werden Beispiele in Bildern 2 und 3 gezeigt. Kapitel 3 des Beitrags beschränkt sich zwar zunächst auf die statische Wasserwirtschaftsbilanz, doch löst es eine mit Recht kritisierte Gebundenheit der bisherigen Bilanz-Praxis und schlägt vor, die Wassernutzer-Gruppen abweichender y* Fehlwassertoleranz-Werte gleichzeitig, über Anwendung einer sog. „mehrstufigen Wasserwirtschaftsbilanz" zu berücksichtigen (Bild 4). Schließlich bietet Kapitel 4 eine mathematische Prinzipskizze für die dynamische Wasserwirtschaftsbilanz, welche das sich bis zum Entwicklungszeithorizont (0) allmählich - planmäßig bzw. einer Vorhersage entsprechend - ändernde wasserwirtschaftliche Entwicklungsniveau im Rahmen einer einzigen Simulationsuntersuchung berücksichtigen soll. Der Grundgedanke des Verfahrens ist, daß sowohl die Zeitfunktion des nutzbaren Wasserdargebots ( К ), als auch diejenige des Wasserbedarfes (/) in Abhängigkeit von dem Entwicklungsniveau (т) erstellt werden. Daraus wird für jedes der Entwicklungsniveaus - auf die in Kapitel 2 erörterten herkömmliche Weise - irgendwelche Kennzahl у der summierenden Wasserwirtschaftsbilanz errechnet. Schließlich wird von der Verteilungsfunktion der somit erhaltenen -/-Werte der maßgebende Wert y kri t abgelesen und mit seinem vorgeschriebenen oberen Grenzwert y* verglichen, wodurch das Ergebnis der Wasserwirtschaftsbilanz qualifiziert werden kann.