Vízügyi Közlemények, 1985 (67. évfolyam)

3. füzet - Bergmann Heinz: A változó időközű észlelésen alapuló csapadékelemzés új módszerei

468 Heinz Bergmann diagram of intensity and depth (Fig. 6). Many normed depth-intensity diagrams are used for standardization and regional generalization. An example is shown in Fig. 7. Advantages of varying intervals in precipitation measurements are summarized by the author as it follows: — better decomposition of the measurements, — less storage area needed on data-carriers, — possibility of direct further data processing by computers, — a uniform data base with high elasticity, — greater information content. * * * Neue Methoden der Niederschlagsanalyse auf der Grundlage zeitvariabler Meßwertaufzeichnungen von Prof. Dr.-Ing. Heinz BERGMANN In der Bilanz des Wasserhaushaltes ist der Niederschlag die wichtigste Einnahmegröße. Über seine räumliche Verteilung können Radar- und Satellitenaufnahmen Informationen liefern. Bis zur allgemeinen Verbreitung dieser Methoden wird die Messung jedoch mittels zweckmäßig verteilter Beobachtungsnetze durchgeführt. Traditonell wird der Niederschlag an den Stationen des Meßnetzes in vorgegebenen konstan­ten Zeitschritten beobachtet bzw. registriert. In seinem vorliegenden Beitrag lenkt der Verfasser die Aufmerksamkeit auf die Vorteile der zeitgemäßeren, nach vorgegebenem Niederschlagszuwachs (z. B. Ah N = 0,\ mm), also in variablen Zeitschritten erfolgenden Registrierung. Das Gerät der zeitvariablen Niederschlagsaufzeichnung ist der in Bild 1 sichtbare automati­sche Wippenpegel, der u. a. im hydrologischen Versuchseinzugsgebiet Pöllau der T. U. Graz angewendet wird. Mit Hilfe dieses Gerätes kann die tatsächlige Summenlinie des Niederschlages dem Teil B) des Bildes 2 entsprechend aufgelöst werden. Im Teil A) desselben Bildes sind, zwecks Vergleichbarkeit, zu verschiedenen konstanten Zeitschritten gehörende Auflösungen dargestellt. Das Ergebnis der Aufzeichnung ist eine Reihe der zum festgelegten Niederschlagszuwachs Ah N gehörenden Zeitschritte At, für deren Häufigkeitsverteilung in Bild 3 und im WEIBULLschen Wahrscheinlichkeitsnetz dargestellten Verteilungsfunktion in Bild 4 je ein Beispiel zu sehen ist. Die Knickpunkte der die letztere ausgleichenden Geraden (bei 30 min und 3 d) begrenzen eindeutig die Bereiche der Niederschlagsperioden, der Niederschlagspausen und der Trockenperioden. Die wichtigsten Charakteristika der Niederschlagsereignisse sind die Niederschlagssumme h N und die maximale Intensität / ma x. Bild 5 ist eine zweidimensionale Darstellung des Zusammenhanges dieser beiden Charakteristika, wobei die Niederschlagsdauer T N als Parameter verwendet wurde. Ein gegebenes Niederschlagsereignis kann mit seiner Summenlinie, seiner Ganglinie oder mit seinem Intensitäts-Summendiagramm dargestellt werden (Bild 6). Für die unter Verwendung zahl­reicher normierter Intensitäts-Summenlinien durchgeführte Typisierung, bzw. regionale Verallge­meinerung zeigt Bild 7 ein Beispiel. Die Vorteile der zeitvariablen Niederschlagsaufzeichnung werden vom Verfasser in folgender Punkten zusammengefaßt: — bessere Auflösung der Meßdaten; — geringerer Speicherbedarf am Datenträger; — Möglichkeit einer direkten Weiterverarbeitung mit elektronischen Rechenanlagen; — flexible und einheitlich strukturierte Datenbasis; — höherer Informationsgehalt.

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