Vízügyi Közlemények, 1974 (56. évfolyam)

1. füzet - Kovács György: A felszíni lefolyás általános vizsgálata és az árvizek előrejelzése

58 Dr. Kovács György angegeben werden. In letzterer Aufgabengruppe begannen wichtige Versuche sowohl in der Natur, als auch im Laboratorium; hieraus wird die richtige Bestimmung der die totale Ansammlung am meisten beeinflussenden Parameter erwartet. Es wird deshalb die unveränderte Fortsetzung dieser Versuche vorgeschlagen. Grundbedingung für die Auswahl der am meisten entsprechenden Modelle ist der Vergleich der berechneten Ergebnisse mit den Messwerten. Der Vorschlag, dass die simulierten und beobachteten Datenreihen zweifach kontrolliert werden sollen (Abflussmenge und Zeitdifferenz) bedeutet in diesem Themenkreis unbedingt einen Fortschritt. Die wichtigste Bedingung sämtlicher Kontrollen und Systemuntersu­chungen ist ausserdem ein zuverlässliches Beobachtung s netz, welches in Raum und Zeit entsprechende Daten mit entsprechender Häufigkeit liefert. Die prinzipiellen Stu­dien (z. B. bezüglich der zeitlichen Häufigkeit der Beobachtungen) stehen teils schon zur Verfügung und sind teils noch im Gang. Die wichtigste zur Modellierung not­wendige Massnahme ist also die Modernisierung des Beobachtungsnetzes. Die Modelle sind vielfach praktisch verwendbar. Sie können zur Ersetzung und Ergänzung früherer Datenreihen, zur Bestimmung der den Oberflächen-Abfluss am meisten beeinflussenden Parameter oder bei der Planung von Wasserbauten zur Schätzung der zu erwartenden Einwirkungen des geplanten Eingriffes angewendet werden. Das wichtigste Anwendungsgebiet ist aber die Vorhersage der hydrologischen Kennzeichen von extremen Wasserführungsperioden. W Tollen wir aber die Zeitfrist der Vorhersage steigern und verwenden wir deshalb unsere Modelle zur Vorhersage der Hochwasserwellen aus Niederschlag, so wird jedoch die Anwendung der Modelle da­durch begrenzt, dass die Kenntnis der Niederschlagshöhen als Input notwendig ist. Die Forschung bezüglich der quantitativen Vorhersage des Niederschlags soll also beschleunigt werden. Die bis heute schon erreichten wesentlichen Erfolge ergänzen in vielen Fällen einander, es gibt jedoch in manchen Fällen in der Arbeit der unabhängig voneinander wirkenden Forschersgruppen hauptsächlich beim Beginn neuer Forschungen un­nötige Verdoppelungen. Es kann deshalb die Verwirklichung eines regelmässigen Diskussionsforums des Themenkreises vorgeschlagen werden, dessen primäres Ziel die Verhandlung der praktischen Anwendung der Modelle und der Gestaltung der ope­rativen Modelle sein könnte. 3. Untersuchung des Grundabflusses von Flüssen Es gibt leider kaum unmittelbare Angaben, welche über die Aufeinanderwirkung von Flüssen und Grundwasser orientierten. So ist auch das Niveau der zur Bestim­mung des Grundabflusses und zum Erkennen dessen Abhängigkeit von den physika­lischen geographischen Parametern und von den klimatischen Prozessen gerichteten Forschungen rückständig, d. h. die Ergebnisse entsprechen den praktischen Ansprü­chen nicht. Grundbedingung der weiteren Forschungsarbeit ist demgemäss der Beginn einer mehr vollkommenen und zuverlässigen, zur Erschliessung der erwähnten Gegenwirkung organisierten Datensammlung. Bei der Planung der geplanten Netzrekonstruktion wurden diese Ansprüche berücksichtigt. So werden die Pegelstationen erster Ordnung des Flusses entlang mit einer Gruppe von Grundwasserbrunnen ergänzt; aus den Daten dieser Brunnen kann die in den Fluss einströmende, bzw. aus dem Fluss aus­sickernde Grundwassermenge berechnet werden. Zwischen den Strompegelstationen erster Ordnung sollte man auf Versuchsabschnitten stet i ge Abflussmessungen während Niederwasserperioden durchführen, so dass aus der Änderung der Abflussmengen zwischen den Pegeln auch auf die Änderung des Grundabl'lusses folgern könne. Ein wichtiges Mittel der Datensammlung ist die regelmässige und stetige Messung der natürlichen radioaktiven Isotopkonzentration des Wassers. Derer Beobachtung begann versuchsweise; ihre Fortsetzung lässt gute Erfolge vermuten. Die unmittelbare Forschungsarbeit brachte bisher meistens negativen Erfolg. Man konnte zeigen, dass die in der Literatur allgemein verwendeten einfachen expo­nentiellen Entleerungskurven passen sich zu unseren grossen Wasserläufen nicht an, derer Genauigkeit ist ungenügend. Dieser Erfolg war übrigens bei einem so sehr zu­sammengesetzten Prozess schon voraus zu erwarten. Man konnte zwar für eine Pegel-

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