Vízügyi Közlemények, 1973 (55. évfolyam)
4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók
(82). d) Die regionellen Wasserwerke bedienen die Bevölkerung und die Industriebe riebe der hydrogeologisch ungünstig aufgelegenen Gebiete und der bedeutenderen Erholungsbereiche durch ein genieinsames Wasserleitungsnetz mit in mehreren Wasserwerken produziertem Wasser. Die sparsame Wirtschaft mit dem produzierten Wasser, sowie der Schutz der Wasserqualität werden durch ein System von wirtschaftlichen Reglern bestrebt (Wasservorratbenutzungsgebühr, kommunale Trink- und Industriewassergebühr, Ersatzgebühr der Trinkwasserbenutzung. Wasserstrafgebühr, Abwasserstrafgeld und Kanalstrafgeld). Drittes Kapitel analisiert und ausführlicher erörtert die Rotte und Bedeutung der regionellen Wasserversorgungssysteme in der Wirtschaftsentwicklung. Zur Produktion eines Volkseinkommens 100 Ft in der Industrie ist gegenwärtig in Ungarn im Mittel 2,0 m 3 frisches Wasser und weiteres 2,3 m 3 rückzirkuliertes M 7asser notwendig ( Tabelle I ). Die Reihenfolge des rationellen Ausbaues der verschiedenartigen Wasserwerke, bzw. der Wasserversorgungssysteme kann wie folgt sein: 1. auf örtliche Vorräte basierte Trink- und Industriewasserwerke, 2. regionelle Wasserwerke, 3. regioneile Wasserversorungssysteme, 4. Landesnetz für Wasserversorgung, 5. internationale interregionelle Systeme. Im Land befinden sich zwei solche Unternehmen ( Unterkapitel a, b) bei welchen die Anlagen des regioneilen Wasserversorgungssystems teils schon gebaut und in Betrieb gesetzt sind. Es sind die Folgenden: a) Északmagyarországi Regionális Vízellátó Rendszer (Nordungarisches Regionelles Wasserversorgungssystem ), welches drei industrialisierte Nordkomitate des Landes mit Trink- und Industriewasser versorgt. Innerhalb des einheitlichen Wasserversorgungssystems befinden sich 4 regionelle Trinkwasserwerke und 1 Industriewasserwerk im Betrieb. Die mittlere Tageskapazität der 13 Wasserproduktionsanlagen der 4 regionellen Trinkwasserwerke war 50 800 m 3 im Jahre 1972. Die versorgte Bevölkerung von 40 Siedlungen betrug in diesem Jahr mehr als 300 000 Köpfe. Die höchste gesamte Tageskapazität der beiden wassergebenden Anlafen des Industriewasserwerks beträgt 78 000 m 3. Zur Versorgung der auf einer Fläche von 620 km 2 zerstreut liegenden Verbraucher wurde insgesamt 357 km Leitung gebaut. Die auf eine Kapazität 1 m 3/Tag bezogenen spezifischen Investitionskosten der bisher gebauten Hauptanlagen betragen im Mittel 6900 Ft ( Tabellen V und VI ). b) Dunántúli Regionális Vízellátó Rendszer ( Transdanubisches Regionelles Wasserversorgungssystem ) sichert die Wasserversorgung des wéstlich von der Donau liegenden Landesanteiles. Hier gibt es zwei solche Seen, derer Umgebung in bedeutungsvolles Erholungsgebiet entwickelt wurde: der See Balaton (591 km 2) und der Velencer See (27 km 2). Wegen der Begrenztheit der örtlichen Wasservorräte begann in 1967 die Verwirklichung des den Raum der beiden Seen umfassenden einheitlichen regionellen Wasserversorgungssystems. Der Bau des Systems ist auch gegenwärtig noch im Gange. Die mit Wasserleitung versorgten, auch zur Erholung geeigneten 43 Siedlungen wurden bisher von 29 wassergebenden Anlagen bedient. Die spezifischen Investitionskosten der sich im Bauzustand befindenden Hauptanlagen betragen 12 400 Ft (Tabelle VII). DAS THERMAL WASSERSPEICHERSYSTEM VON SZENTES Dr. Kálmán Korim, Geologe und Dipl. Ing. Pál Liebe ' (Der ungarische Тех befindet sich auf Seite 290) Ein sehr wichtiges und gleichzeitig repräsentantes Gebiet der ungarischen Thermalwasserproduktion und geothermischen Energieausnutzung ist die am linken Ufer des mittleren Abschnittes des Tisza-Flusses liegende Stadt Szentes und ihre Umgebung ( Abb. 5.). Die Aufschliessung des Thermalwasserfeldes von Szentes begann in 1957; gegenwärtig befinden sich auf einer Fläche von ungefähr 100 km 2 bei ziemlich unregelmässiger Verteilung 22 Thermalwasserbrunnen. Dieses System ist zur Untersuchung der sich in dem Thermalwasserreservoir abspielenden hydro-