Vízügyi Közlemények, 1970 (52. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(18) DIE ZUNEHMENDE BEDEUTUNG DER GRUNDWASSERANREICHERUNG Dr. G. Öllős (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 3) Eine durch die Weltgesundheitsorganisation der Vereinigten Nationen unter­stützte Studienreise ermöglichte es dem Verfasser über die praktischen Anwen­dungen der Grundwasseranreicherung in West-Europa einen Überblick zu gewinnen. Bei der Grundwasseranreicherung spielt neben der Erhörung der Grundwasser­vorräte die Verbesserung der Wasserqualität eine wichtige Rolle, deren Bedeutung in der Zukunft vuraussichtlich weiter zunehmen wird. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, daß die natürlichen Gewäßer von einer steigenden Zahl von Schmutz­stoffen immer mehr verunreinigt werden, so daß die auf herkömmlichen chemischen Vorgängen und auf Schnellfiltrierung beruhenden Reinigungsverfahren sich in manchen Fällen als wirkungslos erweisen. Die Entfernung der Geschmacks- und Geruchstoffe aus dem Wasser ist eine der Beweggründe, die eine weitverbreitete Anwendung der Grundwasseranreicherung — wo dafür günstige hydrogeologische Verhältniße vorliegen — in der Zukunft zwangsläufig erfordern wird. Wegen des biologischen Reinigungseffektes stellt die langsame Filtrierung jenen komplexen Vor­gang dar, wodurch das Wasser einen dem Grundwasser am meisten ähnlichen Charak­ter annimmt, vorausgesetzt daß die Dauer des Aufenthaltes im Boden ausreichend lang gewählt wird. Dem Anwendungsbereich dieses Verfahrens wird durch die Belast­barkeit des Bodens mit Schmutzstoffen, d. h. durch die Selbstreinigungsfähigkeit des Bodens eine Grenze gezogen. Diesem Umstand muß in der Zukunft bei der Aus­legung von Grundwasseranreicherungsanlagen, bzw. bei der Wahl der gesamten, auch die eventuelle Vor- und Nachbehandlung umfassenden Reinigungstechnologie Rech­nung getragen werden. Ferner muß berücksichtigt werden, daß das Wasser bei der Grundwasseranreiclie­rung nicht nur gereinigt wird, sondern daß auch die Gefahr einer Verunreinigung durch lösliche Bodenstoffe besteht. Die in erster Linie chemischen und biologischen Ursachen und Vorgänge werden ausführlich behandelt, wobei festgestellt wird, daß auf diesem Gebiet noch umfangreiche, systematische Forschungen angestellt werden müßen. Die Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung der Gesetze der Strömungslehre auf die Bodenfiltration werden untersucht. Im weiteren befasst sich der Verfasser mit den Faktoren (Temperatur, Algen, biochemische Oxidation, pH-Wert, CO„­Gehalt, Stickstoffverbindungen, Eisen- und Mangangehalt, Waschmittel, radioaktive Stoffe, die Mischung verschiedener Wasserarten, usw.) die auf die Veränderung der Wasserqualität während der Bodenfiltration von Einfluß sind. Eine Vorbehandlung des Wassers vor der Einführung in den Boden, oder eine Nachbehandlung des entnommenen Wassers können sich als notwendig erweisen. Die Ursachen, Anwendungsbeispiele, die Möglichkeiten und Varianten hierfür werden erläutert. Die Haupttendenzen der Reinigungstechnologie werden im Zusammen­hang mit der Grundwasseranreicherung und auf Grund der einschlägigen Fachlitera­tur zusammengefasst. Typische Anwendungen, Anlagen und Lösungen der Grundwasseranreicherung sind angeführt. Anlagen für die Steigerung der Grundwasservorräte und für Reini­gungszwecke werden beschrieben und verschiedene Verfahren der Anreicherung, u. zw. Überflutung, Versickerungsbecken, Gräben, Sickerbrunnen und Galerien wer­den an Hand von Beispielen erläutert. Diese umfassen: die Anreicherungsanlage Hard der Baseler Wasserwerke (Bilder 15 bis 18), die Wasserwerke Jungfernheide in West-Berlin (Bilder 19 bis 21), das Schema einer representativen Anlage der Wasservorbereitung und Grundwasseranreicherung am Rhein (Bild 22), die Reini­gungs- und Anreicherungsanlage der Frankfurter Wasserwerke (Bilder 23 bis 25), die Halterner Wasserwerke (Bilder 26 bis 29 ), die Dortmunder Wasserwerke (Bilder 30 bis 34 1, das Wasserwerk Horst-Altendorf ( Bild 35), die Grundwasseranreicherungs­anlage am Tegel-See in West-Berlin (Bilder 36 und 37), das Grundwasserentnahme­gebiet Donauried (Bilder 38 u. 39) und die Reinigungsanlage in Kettwig (Bild 40).

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