Vízügyi Közlemények, 1967 (49. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(4 3) EINE UNTERSUCHUNG ÜBER DEN ZUSAMMENHANG DER THERMAL­QUELLEN IN BUDAPEST Dr. T. Böcker Ing.-Geol. (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 365) Auf tiem Gebiet der Stadt Budapest befinden sich — an beiden Ufern der Donau — zahlreiche Thermalquellen und — brunnen. Die Kultivierung der Budapester Thermalbäder, aber auch andere Nutzungsmöglichkeiten des Heilwassers erfordern gebieterisch einen Ausbau der Thermalwasserl'örderung. Damit rückt aber die For­schung über einen Nachschub an Thermalwasser und über den Zusammenhang der vorhandenen Quellen und Brunnen in den Vordergrund. Die grundlegende Frage bei der Untersuchung, ob und inwieweit die Thermal­brunnen miteinander in Verbindung stehen, war, ob die geologischen Verhältnisse in Budapest eine gegenseitige Wechselwirkung überhaupt zulassen. Entsprechende Forschungen ergaben, dass den wasser-geologisehen und Tiefstrukturverbältnissen zufolge die beiden, unter verschiedenen Druckverhältnissen stehenden Karstwasser­reservoire (Bild 1 ) — das drucklose am rechten Ufer der Donau und das unter Druck stehende am linken. Pester Ufer — miteinander in Verbindung stehen (Bild 2). Die Trias- und Eozän-Olygozänschichten, die den Hauptanteil des Karstwassers speichern, bilden eine mehrere hundert M et er. m acht ige gute Wesserfiihrungsschicht, wobei dem selbst die Tatsache nicht widerspricht, dass die in einer Parkanlage von Budapest (Népliget) 1966 durchgeführten Bohrungen nicht fündig geworden waren. Den Zusammenhang der Wassersysteme beweisen auch die geologischen Über­schichtungsl'ormen (Bild 4), da unter dem Einfluss der Druckkräfte das feste Gest­ein entlang der tektonischen Bruchlinie einen zerborstenen und splitterigen Charak­ter aufweist. Die Treffpunkte der verschiedenen Strukturelemente, die sogen. Ver­werfungspunkte können auch in den tiefen Schichten unter Budapest nachgewiesen werden. Sie sind es, die überall Brunnen und Quellen mit grösserem Ertrag zeitigen. Den besten Einblick in ein geborstenes und aus verkarsteten Gängen bestehen­des System gewährt sein Wasseradersgstem. Aus diesem Grunde kann das Einschalten eines neuen Brunnens in erster Linie entlang der gleichen Hauptadern und Verwer­fungssysteme beobachtet werden und nur in einem bei weitem geringeren Masse in den dazwischenliegenden Zonen. Bei der Untersuchung der Zusammenhänge handelte es sich vor allem darum, den sogenannten Brunnen in Zugló einer ständigen Kompression auszusetzen und nachher bei den übrigen Brunnen in Pest die auftretenden Druckänderungen zu beobachten. Um die Auswirkungen einer gesteigerten und stetigen Wasserentnahme analysieren zu können, war es unbedingt notwendig, jene Faktoren zu klären, die den Pegelstand und die Druckverhältnisse des Karstwassers beeinflussen (Kapitel 3), um diese Auswirkungen von solchen anderer Art klar unterscheiden zu können. Als Faktoren wurden erkannt: 1. die Auswirkung des Wassernachschubs und des natürlichen Anzapfens, 2. die Wirkung der Geländeausbildung, 3. des geologischen Aufbaus, 4. der Temperatur des Karstwassers, 5. des Luftdruckes, 6. des Wasserstandes der Donau und schliesslich 7. die Auswirkung des künstlichen Anzapfens. Die in den Beobachtungsbrunnen registrierten Schwankungen währen с der Un­tersuchungsperiode sind in Bild 0 dargestellt, die entnommenen Wassermengen, die dem Brunnen in Zugló entstammen, zeigt Bild 8 (Kapitel 4). Während der Beobach­tungsperiode wurde sein Ertrag zweimal künstlich erhöht (durch den Einbau von Belüftungsbehältern, durch zweiseitige Wasserableitung und durch die Verringe­rung des Durchflusswiderstandes im Brunnenaufsatz). Dadurch gelang es, den na­türlichen, freien Ertrag von 740 Liter/Minute auf einen Durchschnittswert von 1750 Liter/Minute zu steigern.

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