Vízügyi Közlemények, 1967 (49. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(4 3) eben konserviert, während die direkten aus der Dicke der Schneedecke und dem Tempo ihrer Schmelze, ferner aus der sich an letztere anschliessenden Niederschlags­menge bestehen. Im Herbst 1965 konnte bereits vorausgesetzt werden, dass im folgenden Zeit­abschnitt zumindest drei von ihnen Extremwerte erreichen werden, wodurch für das Frühjahr 1966 eine aussergewöhnliche Binnenwassersituation zu erwarten war. Diese Annahme wurde durch die folgenden Erreignisse bestätigt: der Herbstnieder­schlag erreichte noch vor dem Eintreten des Frostwetters die Gesamthöhe von 200 mm und infolge der andauernden kalten Witterung (siehe Bild 1 ) entstand eine 15-20 cm dicke gefrorene Bodenschicht, die die Kapazitätswerte der oberen Boden­schicht bis in den Frühling hinein nicht absinken liess. Im Januar entstand dann bis zum Ende des Monats eine Schneedecke, die einer Wassermenge von etwa 40-50 mm entsprach. Die Schneeschmelze begann Anfang Februar. Dieser Zeitpunkt kann als glücklich bezeichnet werden, da er rund um einen Monat früher als gewöhnlich eintrat. Dadurch stellten die Überflutungen für die Landwirtschaft eine geringere Gefahr dar, wozu noch das relativ günstige Tempo der Schneeschmelze ebenfalls beitrug. Ausserdem war auch die in diesem Zeitabschnitt auftretende Niederschlagsmenge relativ vorteilhaft. Der Endeffekt war, dass in den Monaten Februar-März aus der Schneedecke von 80-120 mm und dem Regen dieser Periode jenes Niederschlagswasser auftrat, das das Entstehen des Binnenwassers aus­löste. Den aufgezählten günstigen Umständen war es zu verdanken, dass sich zwar eine extreme, aber keine katastrophale Binnenwassersituation ergab. Der Grossteil des Wassers konnte bis Ende Februar abgeleitet werden, während bis Ende März an den meisten Punkten auch grössere Überflutungen beseitigt wurden; in abflusslosen Tiefenlagen und über verkalkten Flecken stehendes Wasser dagegen blieb noch lange Zeit unversickert. Das Binnenwasserphänomen und seine Faktoren Tabelle I enthält die Angaben über die ebenen Teile der Einzugsgebiete Ungarns und über das Frühlingsbinnenwasser 1966. Bild 2 dagegen zeigt dessen Mengen gesondert für jede Wasserwirtschaftsdirektion Ungarns und die Schwankungen der unter Wasser stehenden Flächen in Prozenten und für je 10 Tage. Das Phänomen des Binnenwassers besteht darin, dass in einem ebenen Einzugs­gebiet, in dem infolge der Gefälleverhältnisse kein oder nur ein geringer Abfluss stalt­findet, als Folge meteorologischer Faktoren und der Geländeverhältnisse Wasser in unterschiedlichen Mengen auftritt, das in einem für die Landwirtschaft schädlichem Ausmasse die obersten Bodenschichten saturiert und ihre Überflutung verursacht. Dieses unerwünschte Wasser wird in einer vom Menschen abhängigen Zeit und Weise vom betroffenen Gebiet entfernt. Es spielen hier somit folgende Faktoren eine Rolle: die meteorologischen M, die lokalen, die das Entstehen des Binnen­wassers beeinflussen, ht, die Grösse des betroffenen Gebietes kt, der Zeitbedarf für sein Entfernen t, der Ausbaugrad qs des Abflussystems und schliesslich die Menge des entfernten Wassers B. Gelingt es, diese Grössen durch gewichtete Zahlenwerte auszudrücken, dann kann die zwischen ihnen bestehende Beziehung als die Grund­gleichung des Binnenwasserphänomens bezeichnet werden, die symbolisch in Glei­chung (1) niedergeschrieben ist. Der Verfasser benutzte sie bei der Wertung des vorliegenden Binnenwasser­phänomens. Als er die in Gleichung (1) angegebenen Faktoren der Reihe nach unter­suchte, konnte er folgende Feststellungen machen. Der Faktor M ist im wesent­lichen eine Funktion der erwähnten mittelbaren und unmittelbaren meteorologischen Faktoren, der im vorliegenden Falle für die ebenen Teile der Einzugsgebiete des Landes als gleich gross angenommen, also vernachlässigt werden kann, wodurch nun Gleichung (2) anwendbar wird. Die Lokalfaktoren ht sind nur dann identisch, wenn man die Näherung gelten lässt, derzufolge M jenen Grenzwert überschritten hat, bei dem der Boden, die Bearbeitungsweise oder das Grundwasser die Einsicke­rung beeinflussen könnte; d. h. es wird vorausgesetzt, dass bei gleichem Nieder­schlag auch die Binnenwasserbildung gleich gross ist. Diese Näherung gilt selbstver­ständlich nur bei überwiegend bindigem Boden. Wo jedoch eine grössere Strömung zum Grundwasser hin stattfindet (unabhängig von der Saturierung der darüber­liegenden Schichten) und das dorthin abgeflossene Wasser nicht erneut als Binnen-

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