Vízügyi Közlemények, Kivonatok, 1965
1. Az 1965. évi dunai árvíz - 1.1. Body K.-Csoma J.-Károlyi Z.-Szilágyi J.: Az 1965. évi dunai árvíz hidrológiai okai és lefolyása
(75) 3. DIE HOCHWASSERMASSNAHMEN 1965 IN UNGARISCHEN DONAU ABSCHNITT Die Abwehrmassnahmen gegen das Hochwasser fanden in Ungarn zwischen den Stromkilometern 1850—1433 in einer Länge von 417 km statt. Von diesem Sektor bilden die oberen 142 km einen gemeinsamen ungarisch —tschechoslowakischen Grenzabschnitt. Auf diese Weise war hier nur das rechte Ufer während auf den übrigen 275 km beide Ufer Gegenstand der Schutzarbeiten waren. Die Gesamtlänge der ungarischen Abwehrlinie betrug auf dem linken und rechten Donauufer insgesamt 610 km, an den Mündungen der Nebenflüsse weitere 485 km. Das geschützte Gebiet besass eine Fläche von 505 400 ha. Die Abwehrmassnahmen gegen das Hochwasser wurden unter zentraler und staatlicher Leitung und Kontrolle von sechs regionalen Wasserwirtschaftsdirektionen selbständig versehen. Deshalb soll im folgenden der Bericht über die Hochwasserschutzarbeiten 1965 — nach einer allgemeinen Übersicht — in seinen eingehenden Schilderungen den 6 selbständigen Abschnitten entsprechend gesondert behandelt werden. Diese sind die folgenden: 1) der nordpannonische, 2) der Abschnitt „mittlere Donauniederung", 3) der mittelpannonische, 4) der Abschnitt ,,untere Donauniederung" und 5) der südpannonische Abschnitt. Die Abwehrarbeiten an den rechtsufrigen Nebenflüssen in Ungarn werden schliesslich als 6) der westpannonische Abschnitt behandelt. 3.1 DIE LANDESORGANISATION FÜR HOCHWASSERSCHUTZ UND DIE ABWEHRMASSNAHMEN Dipl. Ing. В. Sipos (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 145) Kapitel 1 der Abhandlung berichtet über die Entwicklung der ungarischen Organisation für Hochwasserschutz. Man kann drei Abschnitte unterscheiden, und zwar 1) die Zeit von 1846—1875, 2) von 1875—1945 und 3) von 1945 bis zum heutigen Tag. In den ersten beiden Perioden .Vurde auf dem ganzen Gebiet des heutigen Ungarns in die rund 3850 km langen Schutzdeiche 195 Millionen m 3 Erde eingebaut, zu denen in der dritten Periode weitere Millionen m 3 mit einem Aufwand von rund 8 Milliarden Forint hinzukamen. Diese Anlagen schützten 2,3 Millionen Hektar tief gelegenen Bodens gegen Hochwasser. Auf diesem Gebiet überfluteten 70 Hochwasser insgesamt 3,6 Millionen ha. Vor 1948 versahen autonome Gesellschaften den Hochwasserschutz dieser geschützten Gebiete, doch wurde es im Verlauf der Entwicklung