Vízügyi Közlemények, 1956 (38. évfolyam)

2. füzet - VII. Kisebb közlemények

(50) Die bei der hydrologischen Bemessung der Speicherbecken zu beachtende mass­gebende Häufigkeitssumme (die die wahrscheinliche Dauer der restlosen Befriedi­gung des Bedarfes kennzeichnet) ist in der Sowjetunion durch Vorschriften fest­gelegt. Zur hydrologischen Bemessung der Speicherbecken und zur Untersuchung deren Betriebssicherheit haben die Autoren in den 1930-er Jahren Wahrscheinlichkeits­rechnungs-Methoden ausgearbeitet. Sie haben die Endergebnisse der theoretischen Untersuchungen in Schaubilder zusammengefaßt, von denen der benötigte Speicherinhalt — in Kenntnis der statistischen Kennwerte der Wasserführung und des Wasserbedarfes — unmittelbar abgelesen werden kann. Die Wahrscheinlichkeitsrechnungs-Methodcn können auch für die Bestimmung der wichtigsten Angaben des Speicherbetriebs (die durchschnittliche Vorkommen­wahrscheinlichkeit eines Wassermangels von bestimmter Größe) angewandt werden. Die Anweisungen für die Regelung des Speicherbetriebs geben die jeweils abzulei­tenden Wassermengen meistens in Funktion der Kalenderzeit und der Höhe des Stauspiegels an. Bei Bearbeitung der entsprechenden Behelfe nimmt man — nach Möglichkeit auch die die Wasserführung des Flusses betreffenden hydrologischen Vorhersagen in Betracht. Die mit Speicherung verbundenen größeren Wasserkraftwerke der Sowjetunion sind im allgemeinen in mit Wärmekraftwerken gemeinsame Energiesysteme eingeschal­tet. Zur Bestimmung der Ausbauwassermenge solcher Wasserkraftwerke dienen energetische Indexzahlen. Diese Indexzahlen kennzeichnen 1.) jenen Investitions­aufwand, der zum Ersatz des betrachteten Wasserkraftwerkes durch Wärmekraft­werke nötig wäre, ferner 2.) jene Betriebsstoffmenge, die die Wärmekraftwerke des Systems zur Erzeugung der durch das betrachtete Wasserkraftwerk gelie­ferten Energiemenge nötig hätten. Bei Lenkung des mit Wasserkraftwerken verbundenen Speicherbeckenbetriebes sollte stets darauf geachtet werden, daß die Kraftwerke die abgegebene Wassermenge womöglich bei Vollstau (d. h. mit einem je grösserem Gefälle) verwerten. Nach dem Vortrag wurden folgende Fragen an Dr. Menkel gestellt : Z. Szigyárló (Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft) : Der obere Grenzwert der in der Wahrscheinlichkeitsrechnung am meisten ange­wendeten Pear.son'schen Verteilungskurve III. ist das positive Unendliche. Haben die sowjetischen Forscher nicht Untersuchungen angestellt, um diesen oberen Grenzwert der Kurve durch ein physikalisch mögliches Maximum zu ersetzen? K. Rdjczi , Generaldirektor für Wasserwirtschaft : Aus dem Vortrag erschien es klar, dass die sowjetischen Forscher sich eingehend mit den die kleinen Einzugsgebiete betreffenden Hochswasser­berechnungs-Formeln befaßten. Wäre es nicht möglich, die Berechnung und die Vorhersage der Hoch­wassermengen an Hand von Niederschlagsangaben im Falle großer Einzugsgebiete — wie z. B. des Ein­zugsgebietes der Donau — zu lösen? E. Mosonyi : Die in den tiefeingebeUeten Strömen der Sowjetunion eingebauten großangelegten Stauanlagen ändern wesentlich die Wasserführung der Flüsse. Die Wirkung der Stauräume muß auch im Zusammenhang mit den an den ungarischen Flüssen errichteten und geplanten Staustufen untersucht werden, obzwar die Frage unter ungarischen Verhältnissen von geringerer Bedeutung ist. Pie Antwort Л/. F. Menkel' s : Die Untersuchungen über den oberen Grenzwert der Verteilungs­kurven lieferten bisher noch nirgends eine annehmbare Lösung. Die größte Schwierigkeit besteht darin, daß die durch Beobachtungsangaben unterstützten Zusammenhänge nicht unmittelbar auf den Bereich des oberen Grenzwertes angewandt werden können. Im Zusammenhang mit der Änderung der Abflußverhältnisse und mit den Hochwasserberechnungs­formeln erwähnte er, dass in der Sowjetunion in zunehmender Anzahl hydrologische Versuchsfelder einge­richtet werden. Auf Grund des in diesen gesammelten Beobachtungsmaterials kann einst die Weiter­entwicklung der für kleine und mittelgroße, verschiedenartig aufgebaute natürliche Einzugsgebiete ausgearbeiteten Berechnungsmethoden mit Erfolg unternommen werden. Den Schlußvortrag des Kongresses hielt Akademiker Dr. Ing. E. Mosonyi, unter dem Titel Hydrographisches Zusammenwirken im Donaubecken Er gab einen Überblick über die verklungenen Vorträge und Diskussionsbeiträge, und wies auf jene Züge hin, welche die Forschungsarbeit der nächsten Zukunft kennzeichnen müssen : 1. Die hydrographische Forschung muß in einen stets engeren Zusammenhang mit den Grenzwissenschaften treten. 2. Die in den verschiedenen Länder geführten Untersuchungen müssen sich in ihren Zusammenhängen über die Landesgrenzen untereinander verknüpfen.

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