Vízügyi Közlemények, 1948 (30. évfolyam)
2. szám - VII. Szakirodalom
(60) und nutzbar gespeichert werden. Je geringer die nutzbare Wasserkapazität der Böden ist, je weniger die Böden aus den Herbst-Frühjahrsniederschlägen gespeichert haben, je grösser die Verdunstungs- und Abflussverluste sind, um so grösser weiden die Dürreschäden. Den durch Abflussverluste an den Rücken entstehenden Schäden entsprechen Wasserschäden an jenen Stellen an welchen Wasseransammlung erfolgt. Weiters müssen noch die Erosionsschäden erwähnt weiden. Die jährlichen Niederschlagshöhen Ungarns bewegen sich zwischen 500 — 600 mm, genügen also reichlich dazu, um entsprechende Erträge zu sichern. Dass trotzdem sehr oft Dürre- und Wasserschäden auftreten, findet seine Ursache darin, dass vor allem die zeitliche Verteilung der Niederschläge meistens sehr ungünstig ist, dass ferner die Wasserwirtschaftseigenschaften vieler Böden ungünstig sind und endlich, dass in der Nutzung, Düngung und Bearbeitung der Bed n Fehler begangen weiden. Dies sind die Ursachen warum — ungeachtet der grossen Unterschiede in Bcdenbeschaffenheit und Bcdeneigenschaften — , selbst auf kleineren Gebieten, ja bei ganz gleicher Bodennutzungs-, Düngungs- und Bearbeitungsart, ebenso durch Dürre, wie auch durch Wasserüberschuss verursachte grosse Unterschiede in den Ernteerträgen zu verzeichnen sir.d. Die Dürre- und Wasserschäden sind also nicht als allgemein zu betrachten, da wir sehr viele Böden haben, auf welchen niemals grössere Dürre- oder Wasserschäden entstehen. Hingegen haben wir auch solche Böden, auf welchen die genannten Schäden sozusagen Jahr für Jahr in kleinerem oder grösserem Masse stets auftreten können. Diese Tatsachen beweisen, dass — obzwar alle Massnahmen zur Verhütung von Dürre- und Wasserschäden in erster Linie kulturtechnischer Art sind — dieselben nur dann Erfolg aufweisen können, wenn sie unter möglichst eingehender Berücksichtigung der Wasserwirtschaftsgegebenheiten und Eigenschaften der Boden und in vollem Einklänge mit den Forderungen des Pflanzenbaues (Art der Bodennutzung, Bearbeitungs und Düngungs) erfolgen. Auf durchschlagende Erfolge können wir also nur ' dann rechnen, wenn der Kulturtechniker die pflanzenbaulich wirkenden Naturgegebenheiten sinngemäss berücksichtigt und der Landwirt alle seine Erzeugnungsmassnahmen den Bodengegebenheiten anpasst. Unter den Nieelerschlagsverhältnissen Ungarns kommen Dürreschäden dann vor, wenn die Böden aus den Niederschlägen nicht genügende Mengen aufnehmen und nutzbar speichern, wenn die Abfluss- und Verdunstungsverluste gross sind, und wenn in der Vegetationsperiode nicht ausreichende Niederschlagsmengen vorkommen. Die ungüngstigen Wasserwirtschaftseigenschaften der Böden können oft durch chemische Bodenverbesserungsmassnahmen oder spezieller Bearbeitungs-, Nutzungs- und Düngungsmethoden verbessert oder wenigstens gemildert werden. Ebenso können die Abflussverluste durch gewisse Arbeiten (Terrassierung usw.), Nutzungsänderungen usw. gemildert oder verhindert werden. Wasserschäden hingegen können in den Überschwemmungsgebieten der Flussläufe und in solchen Niederungen vorkommen, in welchen die abfliessenden Wässer sich ansammeln. Erstere kommen infolge der Regelung der Flussläufe nur mehr in Ausnahmefällen vor. Letztere hingegen sind noch immer mehr oder weniger Ursache grösserer iSchäden. Die Gründe liegen meistens in der schlechten Wasseraufnahmefähigkeit der höher gelegenen Gebiete, oft aber auch in den fehlerhaften pflanzenbaulichen Massnahmen auf denselben. Die Schäden die durch Abflussverluste erfolgen, wirken sich also in drei Richtungen aus: 1. Wasserüberschuss an den tiefer gelegenen Stellen, 2. Wassermangel infolge der geringen Speicherung an den Stellen, von welchen das Niederschlagswasser abfliesst (Dürreschäden), 3. Ercsionsschäden. Am auffallendsten sind natürlich die Wasserschäden, deren Verhütung bisher die grösste Aufmerksamkeit gewidmet winde. Alle diese Schäden, welche stets zusammen auftreten, könnten nur dann vollkommen verhütet werden, wenn es gelingen würde die durch die Niederschläge gegebenen Wassermengen in ihrer ganzen Menge an Ort und Stelle zu speichern, und die Überflüsse durch das Untergrundwasser abzuführen. Diesen Erfordernissen kann ausnahmsweise an gewissen Stellen entsprochen werden, in den meisten Fällen aber nicht.