Vízügyi Közlemények, 1948 (30. évfolyam)
2. szám - VII. Szakirodalom
(61) Die verschiedenen Gebiete des Landes können — auä kulturtechnischen Standpunkte — durch die maximale Wasseraufnahmekapazität und Wasserführungsvermögen des Bodens gekennzeichnet werden. Die Berücksichtigung dieser Bodenmerkmale sowie der topographischen Verhältnisse ermöglicht die Feststellung der einzelnen, durch Dürre bzw. Wasserschäden mehr oder minder bedrohten Regionen. Die erwähnten Faktoren müssen natürlich durch gründlichen Untersuchungen örtlich festgestellt und erwogen werden. Die topographischen Gegebenheiten, die Niederschlags- und Wärmeverhältnisse in ihren äussersten Auswirkungen, die Wasserwirtschaftsgegebenheiten und -Eigenschaften der Böden, die Kulturverhältnisse derselben, die pflanzenbauliche Richtung, die Art der angebauten Pflanzen und ihr Wasserbedürfnis, sowie die Bearbeitungsart der Böden durch den Menschen müssen alle durch den Kulturtechniker entsprechend sachgemäss berücksichtigt werden. Alle diese Gegebenheiten sind auf den Bodenkarten Ungarns im Maszsta&e 1 : 25000 dargestellt. Zur Zeichnung dieser Karten dienten Bodenaufnahmen und Bodenuntersuchungen, die nach den Plänen und Vorschriften von Dr. Kreybig durchgeführt worden sind. (Siehe: Kreybig: Die Methode der Bodenaufnahme, Untersuchung und Kartierung der Bodenkundlichen Abteilung der Geologischen Anstalt, Budapest. XXXI. Jahrbuch, 2. Heft. Budapest, 1937.) In der vorliegenden Arbeit gibt Kreybig die grundlegenden Richtlinien bekannt, nach welchem die 45 Bodenregionen der heiligenden Karte bestimmt winden. Es werden also die in den verschiedenen Bodenregionen überwiegenden Bodeneigenschaften sowohl von bodenchemischen als auch aus bodenphysikalischem Standpunkte (Kalkzustand, Wasserkapazität und Wasserführung), weiters die klimatischen Gegebenheiten (durch Isothermen und Isohyeten) und schliesslich die pflanzenbaulichen Verhältnisse angegeben. Einen besonderen wert haben die von Dr. Berényi auf Grund einer vierzigjährigen Beobachtungsreihe ermittelten Isothermen und Isohieten, die für die Vegetationszeit jene Temperatursummen bzw. Regenhöhen angeben, an welche mit einer 75%-igen Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann. Zeichenerklärung zu unserer Karte (S. 205 : 1 = Steppenböden; 2 = Schwemmböden der Flüsse; 3 = Alkaliböden; 4 = Sandböden; 5 = Waldböden; 6 = Moor- und Torfböden; 7 = Berg- und Waldgebiete; 8 und 9 = Die zwischen 1. April und 31. Oktober mit 75% Sicherheit zu erwartenden Wärmemengen bzw. Niederschlagsmengen nach Dr. D. Berényi. (Durchschnitt der Jahre 1901—1940.; 10 = Niederschlagsmengen zwischen 1. November und 31. März. Mittel werte 1901—1930 nach. Prof. Dr. A. Réthly. Die in der Karte angeführten Zahlen bezeichnen die im ungarischen Text näher besprochenen Bodenregionen. Innerhalb derselben befinden sieh meistens Fleckenweise kleinere Gebiete mit abweichenden Bodeneigenschaften. Diese können aus den im Maszstabe 1 : 25.000 aufliegenden Bodenkarten der Bodenkundlichen Abteilung der geologischen Anstalt Budapest und den — dieselben organisch ergänzenden — im Druck erschienenen Aufnahme- und Bodenuntersuchungsprotokollen entnommen werden.