Vízügyi Közlemények, 1935 (17. évfolyam)
Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 4. számhoz
14 Bei Durchführung dieser Bauten sind, — infolge der besonderen Struktur des Wirtschaftslebens, — die Organisationsmethoden andere, wie in den übrigen Ländern. An Hand einzelner Beispiele werden Bauorganisation, Methoden des Projektierens, wissenschaftliche Vorarbeit, Laboratorien, Baukontrolle usw. erörtert, wie auch die Fragen der technischen Leitung, Ausbildung von Facharbeitern und Leistungen der Arbeiter. Auch die Rolle ausländischer Berater wird kurz geschildert und die allmählich immer stärker werdende Verwendung von Baumaschinen. Zum Schluss wird als Beispiel der Bauvorgang an zwei grossen Baustellen : Dniepr und Weissmeerkanal beschrieben, wobei die Betonarbeiten im Winter eingehend erörtert werden. V. BESTIMMENDE METEOROLOGISCHE FAKTOREN DES AGGREGATZUSTANDES DER NIEDERSCHLÄGE. Von : Dr. L. AUJESZK Y. (Seite 683—696 des ungarischen Textes.) Von den Entstehungsmöglichkeiten der Wolken- und Niederschlagsbildung kommt vom praktischen Gesichtspunkt lediglich der Aufstieg grösserer Luftmassen in bedeutend höhere Schichten (um mehrere hundert, oder mehrere tausend m) in Betracht. Zufolge der mit dem Aufstieg verbundenen adiabatischen Abkühlung tritt eine Übersättigung an Wasserdampf ein. Ein Teil des Wasserdampfes schlägt sich zunächst um geeignete, kleine schwebende Körperchen (Kondensationskerne) nieder, in der weiteren Folge dann auf die bereits entstandenen Wolkentröpfchen, oder Eiskristallchen. Die Temperaturgrenze zwischen Tropfenbildung und Eisausfällung (Sublimation) liegt nicht bei 0 Grad, sondern bei einer wesentlich niedrigeren und veränderlichen Temperatur, da die Wolkentröpfchen sich im freien Lufträume bekanntlich tief unterkühlen. Mit der Durchforschung und ständigen Überwachung der Temperaturverhältnisse der hohen Luftschichten (mittels unbemannter Ballons, bezw. Drachen und hauptsächlich meteorologischer Flugzeugaufstiege), hat sich die Möglichkeit erröffnet, Differenzialprognosen über den Aggregatzustand des Niederschlages aufzustellen, d. h. anzugeben , ob der Niederschlag in Gestalt von Regen oder Schnee in Erscheinung treten wird. Diese Errungenschaft auf dem Gebiet der Wettervorhersage befriedigt bedeutende praktische Bedürfnisse, da folgenschwere Unterschiede daraus entstehen können, ob ein Niederschlag in Regen- oder in Schneegestalt zu Boden gelangte. In unseren Klimaten geht fast jeder Regen aus geschmolzenem Schnee hervor. Eine Erklärung für die zweierlei Erscheinungsformen, Regen bezw. Schnee besteht allgemein darin, dass der herabfallende Schnee in den unteren, wärmeren Regionen des Fallraumes in flüssige Form übergeht. Die ältere Isobarprognostik vermochte diese Erscheinungen nicht zu erfassen, bei den heutigen Behelfen der Meteorologie lässt sich aber diese wichtige Einzelfrage fast täglich richtig beantworten. Die Wirkung der Schneedecke ist nach unten (bodenwärts) eine wärmekonservierende, die über ihr liegende Luft erfährt hingegen eine hochgradige und