Vízügyi Közlemények, 1935 (17. évfolyam)
Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 4. számhoz
11 Den zur Durchführung angenommenen endgültigen Plan enthält die Abb. 3. Dieser Lageplan enthält auch die Wirkungsbereiche der oberhalb Szeged tätigen beiden Deichgenossenschaften samt den anschliessenden Fremdwassergebieten. Für das Ableiten des aus dem ungefähr 130,000 ha grossen Gebiet I herankommenden Wassers genügt der Kanal ,,Dong-ér", der selbst bei +9'00 m übersteigendem höchsten Hochwasserstand der Tisza freien Abfluss hat. Der „Algyői" Hauptkanal (mit dicker gestrichelter Linie gezeichnet) sichert indessen den aus dem II. Gebiet zufliessenden Wassermengen nur in solange freien Abfluss, bis der Wasserstand der Tisza -f 6'20 m nicht überschreitet ; für die Zuflüsse an Fremdwasser während der Dauer höherer Pegelstände (6—8 Wochen, sogar darüber hinaus) ist entsprechende Speicherungsmöglichkeit zu schaffen. Zur Ableitung des aus dem Gebiet III stammenden Wassers hat das bereits vorhandene 3'0 m 3/sec Schöpfwerk von Ludvár nebst dazugehöriger Ablaßschleuse zu dienen. Dieses Projekt, welches eine Zwangslösung darstellt, liegt sowohl seine Wirtschaftlichkeit anlangend, als auch und hauptsächlich die Wasserabwehr betreffend von der bestmöglichsten Lösungsart der Aufgabe entfernrt, hat aber durch den Hinweis auf eine Speicherungsnotwendigkeit ein interessantes und von wirtschaftlichem Standpunkte beachtenswertes Problem aufgerollt. Die Entwässerung der Gebiete II und III (Abb. 5) anlangend, sind es nur die Anfangsschritte, die die Genossenschaft durch den Bau des ungefähr 18 km langen Algyőer Verbindungskanals zwischen Hochufer und der Tisza (Abb. 6) 1 getan hat. Der Kanal wurde im Laufe der vergangenen Jahre mit einem Kostenaufwand von rund 700,000 Pengő erbaut. Der Ausbau der Nebenarme steht noch bevor. Bei der Planung des Hauptkanals wurde mit Rücksicht auf den sandigen Karakter des Gebietes mit einer Zuflussmerge ven 01 1/sec je ha gerechnet. Der Kanal ist durch die Niederung durchwegs zwischen Dämmen geführt ; sein mittlerer Abschnitt durchschneidet das ausserordentlich flache, von Soda gesättigte Becken des Fehér-tó (= Weisser Teich), welches in seinem ursprünglichen Zustand nahezu 6 Millionen m 3 Wasser aufzunehmen vermag. Auf Abbildung 7 ist die agiogeologische Karte des nördlichen Teiles der Niederung zu sehen. In der Karte bedeuten : punktierte Flächen ur-alluvialen Sandboden, wagerechte Strichelung neu-alluvialen Lehmboden ; weisse Flächen kennzeichnen diluvialen Löss, die übrigen Teile bedeuten Wasseransammlungen und Alkali- (Szik-) böden. Das von den angrenzenden, höherliegenden Gebieten teilweise unterirdisch, teilweise an der Oberfläche herabfliessende Wasser führt sehr beträchtliche Mengen an gelöstem Natronsalz, hauptsächlich an Soda mit. Als natürliche Folge hievon, wurde der Boden überall dort, wo Stockungen im Abflüsse eingetreten sind, insbesondere aber an Stellen, wo sich das Wasser endgültig angesammelt hat, allmählich von Soda durchdrungen. Durch die Regelung der Gewässer wurde der weiteren Verbreitung dieses Übels Einhalt geboten. Zur Verbesserung der bereits vorhandenen Szikflächen der Niederung, bei gleichzeitiger besseren wirtschaftlichen Ausnützung derselben, ist es in der jüngsten Vergangenheit zum ersten Versuche gekommen, indem die 1 Die Abbildung enthält : die planmässigen Profile des Kanals (oben), sowie die baumässigen Längen- und Querschnitte des Kanals (unten).