Vízügyi Közlemények, 1935 (17. évfolyam)
Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 4. számhoz
12 Stadtgemeiiide Szeged im südlichen Teile des Fehértó auf einer Fläche von fast 550 ha eine Teichwirtschaft einrichten Hess. (Abb. 8 und 9). Mit Rücksicht auf die ausserordentliche Seichte dieses Teiches, konnte die bei den klimatischen Verhältnissen des Tieflandes zur Fischzucht unerlässliche Mindestwassertiefe von Г0 — Г2 m nur dadurch erreicht werden, dass die Becken eingedeicht wurden. Die schwierigste Aufgabe bestand in der Lösung des Wasserversorgungsproblems, nachdem mit hinlänglichen Fremd- und Binnenwassermengen nur in den seltensten Fällen gerechnet werden kann. Zur Auffüllung der Becken kam in erster Linie und hauptsächlich das Frühjahrshochwasser der Tisza in Betracht, das sich durch den Algyó'er Hauptkanal bis zur nord-östliclien Ecke des Teiches führen lässt, und von hier mit Hilfe eines Г0 m 3/sec Schöpfwerkes in den Teich gehoben wird. Die Überwinterungsbecken werden aus fünf artesischen Brunnen von insgesamt rund C000 l/min Ergiebigkeit versorgt, deren Wasser durch eingeschaltete Kühlteiche geführt wird. (Abb. 10). Dieses Wasser ersetzt zum Teile auch die sommerlichen Verdunstungsverluste. Die dem herbstlichen Abfischen der Becken vorangehende Entwässerung der Becken erfolgt teils durch den Algyőer Hauptkanal, teils durch Binnengräben. Der hochgradig sodahältige Grund des Teiches hat auf die Fischzucht keinerlei nachteilige Wirkung gezeigt. Dei- natürliche Ertrag der Wirtschaft beträgt bei normalen Verhältnissen 150—160 kg Karpfen pro ha. Die Einrichtung der Teichwirtschaft erforderte rund 430,000 Pengős ; der Betrieb sichert nicht nur eine Verzinsung des investierten Kapitals, sondern erhebt sich auf diesem -— wirtschaftlich fast unbrauchbaren — Boden zu einer nicht zu verachtenden Einnahmequelle. Die wichtigste Bedeutung des Versuches liegt aber in jenen praktischen Erfahrungen, die durch den Betrieb der Teichwirtschaft gewonnen, zur Lösung des Problems einer wirtschaftlichen Nutzbarmachung der ungefähr 500,000 ha umfassenden Alkali-Böden des Tieflandes beitragen werden. IV. RUSSLANDS WASSERBAUPROBLEME. Von: A. VAJDA. (Seite 641 682 des ungarischen Textes.) Die grossen Anforderungen, welche die Wirtschaft Russlands an den Transport von Massengütern stellt, sind nur durch ein leistungsfähiges Grosswasserstrassennetz zu befriedigen. Im Mittelpunkt dieses Verkehrsproblems steht die Verbindung der Wolga mit den anderen Flussgebieten des europäischen, und z. T. auch des asiatischen Russlands. Die Wasserverbindung mit dem Baltischen Meer über das Marien-System besteht seit mehr als hundert Jahren, muss jedoch den neuen Anforderungen entsprechend umgebaut werden, was in allernächster Zeit geschehen soll. Die nicht minder wichtige Aufgabe : die Verbindung zwischen dem Kaspischen und Schwarzen Meer soll entweder durch den Bau des Wolga-