Vízügyi Közlemények, 1935 (17. évfolyam)

Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 4. számhoz

10 III. ÜBER DIE REGELUNG DER GEWÄSSER DER UMGEBUNG VON SZEGED UND IHRE WIRKUNG AUF DIE GRÜNDUNG DER FEHÉRTO-ER TEICHWIRTSCHAFT. Von : I. von PAP. (Siehe auf Seite 622—640 des ungarischen Textes.) Allgemein bekannt ist das gewaltige Hochwasserschutzsystem, das im Laufe des verflossenen Jahrhunderts im Grossen Ungarischen Tieflande geschaffen wurde. Ein Gebiet von nahezu 4 Millionen ha wurde der verheerenden Wirkung der Hochfluten entzogen, die sich bis dahin fast alljährlich über dasselbe ergossen. Dadurch aber, dass die Hochwässer zwischen Deiche gezwängt worden sind, war das breite, flache Tal gegen Wasserschäden noch bei weitem nicht völlig ge­schützt. Es kam nämlich häufig vor, dass in niederschlagreichen Zeitperioden bedeutende Flächen der Niederungen durch den unmittelbar auf sie herabfallenden Niederschlag unter Wasser gesetzt worden sind. Für die Ableitung dieses Binnen­wassers musste durch eigene Vorkehrungen, wie : Kanäle und Schöpfwerke gesorgt werden. Die von Hoch- und Binnenwasser befreiten tieferen Stellen der Niederung werden in vielen Fällen auch durch das von den angrenzenden höherliegenden Gebietsteilen herabfliessende Niederschlagswasser, — Fremdwasser genannt — empfindlich beschädigt. Die Studie behandelt einen speziellen Fall der Fremdwasserabwehr, dessen Lösung der Deich- und Entwässerungsgenossenschaft von Szeged zur Aufgabe wurde. An die ungefähr 23,000 ha umfassende eingedeichte Niederung bei Szeged schliesst sich ein Fremdwassergebiet von nahezu 150,000 ha Ausdehnung an (Abb. 1). Dieses ur-alluviale Sandgebiet neigt sich gegen das Flutgebiet mit einem Oberflächengefälle von ungefähr l°/ 0 0- Die zahlreichen sanften Midden, die der herrschenden nordwest-südöstlichen Windrichtung folgen, führen zur Regenzeit erhebliche Wassermengen in die Niederung. Die hier befindlichen Teiche und einstigen Flussbette vermögen in normalen Zeiten das herabfliessende Wasser auf­zunehmen, in überaus regenreichen Perioden steigt jedoch ihr Wasserspiegel zu einer gewaltigen Höhe an, so dass die Kulturgebiete der Umgebung der Über­flutungsgefahr ausgesetzt sind. Die Abwehr dieser Gefahr betreffend wurden mehrere Pläne ausgearbeitet. Die natürlichste Lösung, die einen Randkanal in Vorschlag bringt, erhellt aus Abb. 2. Es tauchte auch der Gedanke auf, das Fremdwasser in dem toten Arm der Tisza unterhalb Szeged aufzufangen, um es von hier bei niedrigem Tiszawasser­stand unmittelbar in den Fluss zu leiten, bezw. bei hohem Wasserstand mittels Pumpen in den Fluss zu heben. Gegen diesen Plan wurden schwere Bedenken wirtschaftlicher Natur erhoben, das Randkanalprojekt scheiterte indessen daran, dass der Mündungsabschnitt des Kanals ausserhalb der Trianoner Staatsgrenze, d. h. auf jugoslavisches Gebiet zu liegen gekommen wäre. (In Abb. 2 ist die neue Staatsgrenze durch eine strichpunktierte Linie gekennzeichnet.)

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