Vízügyi Közlemények, 1935 (17. évfolyam)

Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 4. számhoz

9 III. DIE REGULIERUNG DER SPIEGELHOHE DES BALATONSEES UND DAS SIÓFOKER WEHR. Von: J. BERTÓK. (Seite 582—621 den ungarischen Textes.) Der 77 km lange, durchschnittlich 8 km breite, dabei aber nur 3—4 m tiefe Balatonsee nährt sich aus einem Sammelgebiet von 5187 km 2. Er erhält die bedeu­tendsten Zuflussmengen durch die Zala, seinen Abfluss bildet der Sió. 1 (Fig. 1). An den flachen Ufern wurden zur Zeit hoher Wasserstände früher uugefähr 17.000 ha vom See überflutet. Die Trockenlegung der Ufer-Auen, der Schiffverkehr, die Schaffung einer Badekultur an den Ufern, konnte nur durch den Bau des Siófoker Wehres nebst einer Regulierung des Sióbettes erreicht werden. Die ersten Regu­lierungspläne hat um 1820 Ing. J . Beszédes ausgearbeitet. Als erster Schritt wurden die Stauanlagen der im Sió befindlichen vier Mühlen entfernt. Nachdem aber hie­durch ein entsprechender Abfluss nicht gesichert erschien, wurde in 1863 an der Ausmündung des Sió eine Ablaßschleuse für 17—18 m 3/sec Wasserführung gebaut. Diese Massnahme war nicht vom erwünschten Erfolg begleitet, da der Sió — ohne aus seinem Bette zu treten — höchstens 6—7 m 3/sec Wassermenge abzuleiten vermochte. Während der folgenden trockenen Jahre kamen die Regulierungs­arbeiten ins Stocken, denn die grosse Wasselfläche erhielt sich beim geringen Zufluss auch durch die natürliche Verdunstung (jährlich etwa 1500 mm) auf an­nähernd gleicher Höhe. In 1891 wurde ein Umbau des Wehres vorgenommen (Fig. 6—8, Lichtbilder 2—3), und der Einbruch feuchterer Jahre gab den Arbeiten im Sióbett neuen Stoss. In gleichem Masse, in dem mit fortschreitender Baggerung das Spiegelgefälle des Kanals zugenommen hat, verbesserte sich auch die Wasser­führung des Wehres (Fig. 2). Damit gewann die Seespiegelregulierung an Wirk­samkeit. Das durch die Bettregulierung hinter dem Wehr herbeigeführte stärkere Gefälle machte erst wiederholte Sicherung der Wehrsohle notwendig (Fig. 9, 1902 : Fig. 10, 1923). In 1927 mussten die gemauerten Bauteile des Wehres durch Zement­einpressung ausgebessert werden (Lichbild 4), nachher kam es zur teilweisen Er­neuerung der unterkolkten Wehrsohle (Fig. 6, Lichtbilder 7—11). Solange die Verwirklichung der ins Auge gefassten Schiffschleuse, sowie des Wasserkraft­werkes (in Fig. 13 punktiert angedeutet) einen gänzlichen Umbau der heutigen Ablaßschleuse nicht mitbringen wird, wird die Erhaltung der Wehrsohle noch viel Sorge bereiten. Die Lichtbilder 12—14 zeigen die in 1932—34 eingetretenen neueren Beschädigungen, die Bilder 15—16 die im Jahre 1934 eingebaute Beton­grundschwelle, die Bilder 17—18 die versuchsweise eingebauten Zähne im Betrieb. 1 Den Balatonsee betreffend machen wir unsere Leser auf folgende deutschsprachige Werke aufmerksam: Prof. Dr. J. v. Cholnoky : Hydrographie des Balatonsees. Budapest, Kilian, 1918. — Prof. Dr. J. v. Cholnoky : Limnologie des Balatonsees. Budapest, Kilián, 1897.

Next

/
Oldalképek
Tartalom