Mészáros Vince: Széchenyi és a magyar vízügyek (VÍZDOK, Budapest, 1979)

Német nyelvű összefoglaló

Sein Organisationsgrundsatz war die persönliche Ver­antwortlichkeit, die aber nur dann auf moralischen Grundla­gen ruht, wenn dem mit der Ausführung Beauftragen die nötigen materiellen und technischen Möglichkeiten nebst einem entsprechendem Wirkungskreis gesichert werden. Bei Wasserregulierungsarbeiten hielt er es für richtig, den Ent­wurfsbearbeiter gleichzeitig auch mit der Leitung des Aus­führung zu beauftragen, da die sonst unvermeidlichen Un­stimmigkeiten und Unverantwortlichkeiten nur auf diese Weise auszuschalten sind. Diesen Grundsatz liess er in allen von ihm aufgegriffenen Arbeiten konsequent walten. Zwei günstige Umstände erleichtern ihm Vorbereitung und Beginn der Wasserregulierungsarbeiten. Die Finanzkammer hatte bedeutendes Interesse an der Wiederherstellung der Schiffbarkeit der — unter der tür­kischen Besetzung zugrundegegangenen — Wasserstrassen, besonders der Donau und der Theiss. Die Salztransporte aus den Ostkarpaten und aus Siebenbürgen und der Export land­wirtschaftlicher Produkte nach Österreich waren nähmlich ohne Wasserstrassen kaum durchführbar. Daher wurde schon 1773 die „Schiffahrtsdirektion”, das erste zentrale Organ der ungarischen Wasserwirtschaft durch aufgestellt, das promi­nente Fachleute die Vermessung und Kartierung der grösse­ren Flüsse von Ungarn begonnen und grösstenteils auch voll­endet hat. Für die Durchführung der Arbeiten mussten entsprechende Fachleute herangebildet werden. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen der Tyrnauer, später der Pester Universität vom fortschrittlich gesinnten Kaiser Joseph dem II. eine technische Hochschule gegründet (die erste Ingenieur-Hochschule in ganz Europa), „Institution Geometrico-Hydrotechnicum” ge­nannt. (Die Hochschule bestand von 1782 bis 1850 und händ- ligte während ihres Bestehens 1274 Ingenieur-Diplome aus). Aus dieser meist fortschrittlich gesinnten und für Refor­men empfänglichen gesellschaftlichen Schicht rekrutierte sich der Stab der technischen Fachleute für die Ausführung der von Széchenyi konzipierten und begründeten Aufgaben der Wasserwirtschaft. Derselbe vorzügliche Ingenieurstab schuf die technischen Bedingungen für die erfolgreichen Kämpfe der Honvéd-Trup­pén im Freiheitskriege 1848/49. Nach dem Zusammenbruch in alle Welt zerstreut, nutzten sie ihr Wissen und ihre En­141

Next

/
Oldalképek
Tartalom