Fejér László: Árvizek és belvizek szorításában (Vízügyi Történeti Füzetek 15. Budapest, 1997)

Idegennyelvű összefoglalók

Gebieten neue Verhältnisse entstanden, welche sich mit den gültigen rechtlichen Regelungen nicht mehr eindeutig erfassen ließen, so daß diese die Entwicklung immer mehr behinderten. Einen wichtigen Schritt nach vorn bedeutete das umfassende Wassergesetz aus dem Jahre 1885. Es diente nicht nur als juristische Grundlage für die Bekämpfung von Wasserschäden, sondern machte auch den Weg fur eine fortschrittliche Wasserwirtschaft frei, indem es die Wassemutzung regelte. Beim Ausbau des Hochwasserdeichsystems hatte sich herausgestellt, daß die sich hinter den Deichen ansammelnden Polderwässer mindestens genauso große Schäden anrichten können wie das Hochwasser selbst. Die Gutsbesitzer haben zwar anfangs der Kosten wegen gemurrt, mußten jedoch schließlich wohl oder übel auch das Entwässerungskanalsystem mit den entsprechenden Bauwerken errichten lassen. In Bezug auf die Hoch- und Polderwasserschutzmaßnahmen gab es übrigens einen wesentlichen Unterschied zwischen Ungarn und West-Europa. Während diese Arbeiten in Italien, Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden inmitten einer kapitalstarken Landwirtschaft durchgeführt worden sind, um die Produktionsflächen intensiver nutzen zu können, erwartete der Landadel des Karpatenbeckens gerade von diesen Maßnahmen den Beginn der eigenen Kapitalakkumulation. Das auf diese Weise der Landwirtschaft abgerungene Kapital wurde in Industrieunternehmen oder in den Eisenbahnbau investiert, welche ein schnelleres Wachstum versprachen. Die Wasserarbeiten wurden also als notwendiges Übel betrachtet, man zweifelte die Notwendigkeit der Arbeiten immer wieder an und zwang die Ingenieure der Verbände gelegentlich zu technisch kaum gerechtfertigten, lediglich kostengünstigeren Lösungen. Unter Berücksichtigung all dessen muß der Ausbau eines mehr oder weniger zuverlässigen Hochwasserschutzsystems in den Flußtälern des Karpatenbeckens gegen Ende des Jahrhunderts als ein bedeutendes Ergebnis gewertet werden. Mit einer Gesamtlänge von fast 6.400 km schützten die Deiche eine über 38.000 km 2 große Fläche vor dem Hochwasser. Zur Entwässerung der Poldergebiete wurden im Donau- bzw. Theißtal Kanäle mit einer Gesamtlänge von fast 13.000 km errichtet. Bei hohem Wasserstand wurden die angesammelten Polderwässer mittel Hilfe von 182 Schöpfwerken in die Vorfluter gepumpt. Die im damaligen Europa beispiellosen, großangelegten Wasserbauarbeiten ermöglichten auch die sprunghafte Entwicklung der land-

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