Fejér László: Árvizek és belvizek szorításában (Vízügyi Történeti Füzetek 15. Budapest, 1997)
Idegennyelvű összefoglalók
wirtschaftlichen Produktion. In den einstigen Flutgebieten siedelte sich die Industrie an, Dörfer und Städte entstanden. Die Organisation des Hochwasserschutzes und die technischen Anlagen mußten jedoch ständig modernisiert werden. Das Hochwasser an der Theiß erreichte immer höhere Pegelstände, so daß auch die Deiche von Zeit zu Zeit erhöht werden mußten. Bei dieser Aufgabe wurden die zu gemeinnützigen Arbeiten verpflichteten Bewohner der zu schützenden Gebiete immer mehr durch Fachkräfte abgelöst - in Notfällen erhielten letztere Unterstützung von den technischen Einheiten des Militärs, die strengen Regelungen unterlagen. Die Grundaufgabe der Hochwasserbekämpfung oblag weiterhin den Verbänden oder, wo es sie nicht gab, der örtlichen/lokalen Verwaltung. Die Leitung und Kontrolle erfolgte jedoch meist unter Mitwirkung der staatlichen Ingenieurämter, zumal sie auch die Koordinierung der Arbeit der einzelnen Verbände übernahmen. Nach Ende des ersten Weltkriegs gehörte Ungarn zu den Verlierern, und infolge des Friedensvertrags sind auf etwa zwei Dritteln seines ehemaligen Gebietes neue Staaten entstanden. Während Ungarns Fläche bis dahin fast vollständig das Karpatenbecken ausfüllte und damit ein zusammenhängendes hydrographisches System bildete, kamen innerhalb der neuen Grenzen bereits 96 % der Oberflächengewässer aus dem Ausland. Damit wurde Ungarn zu einem Unterliegerstaat. Dies hatte nebst zahlreichen anderen Problemen schwerwiegende Folgen auch für den Hochwasserschutz, insbesondere da außenpolitisch eine ständige Spannung der Beziehungen mit den Nachbarländern herrschte. Die Hochwasserschutzverbände standen nun vor einer neuen großen Aufgabe. Sie mußten parallel zu zahlreichen Strecken der neuen Staatsgrenze Lokalisierungsdeiche errichten, damit die eventuellen Deichbrüche jenseits der Grenzen nicht zu Überflutungen in den einstigen Flutgebieten führten. Die Regierung war bestrebt, die damit verbundene finanzielle Last der Gutsbesitzer zu lindern, doch die Weltwirtschaftskrise der 20er Jahre hat den Einsatz von Staatsgeldern für den Hochwasserschutz erheblich gedrosselt. Die meisten Anstrengungen richteten sich zu dieser Zeit auf die Erweiterung und Vervollkommnung der Entwässerung der Poldersysteme, doch auch hier machten sich die Folgen der Weltwirtschaftskrise und der ungünstigen Witterungsverhältnisse bemerkbar - ab der zweiten Hälfte der 20er Jahre herrschte fast anderthalb Jahrzehnte lang trockenes Wetter, so daß sich die staatliche Wasserwirtschaft vor allem der Unterstützung der Bewässerungswirtschaft widmen mußte. Die