Botár Imre - Károlyi Zsigmond: A Tisza szabályozása II. rész (1879-1944) (Vízügyi Történeti Füzetek 4. 1971)
Összefoglalás és a további perspektívák. A Tisza-völgy jelene és jövője - Idegennyelvű kivonatok
wurden an den oberen Strecken die Durchstiche durch den Fluss alsbaid zum Hauptbett erweitert (Abb. S. 67), wogegen jene der Mittleren- und Unteren-Theiss sich nicht entsprechend entwickeln konnten (Abb. S. 65). II. Der vorliegende zweite Band behandelt den Verlauf der Theissregulierung zwischen den Jahren 1879—1944. Die Folgen der planlosen Arbeiten haben im Verlaufe der im Jahre 1876 begonnenen nassen Periode wiederholt gezeigt, dass die unregelmässige Linienführung der Schutzdämme und die langsame Entwicklung der Durchstiche den Erfolg der Arbeiten gefährdet. Die Abflussverhältnisse haben sich verschlechtert, da die Einengungen des Vorlandes gefährliche Stauungen verursachten. Demzufolge haben die Hochwässer, deren Höhe stets zugenommen hat, die primitiven, nicht selten sorglos gebauten Dämme zugrunde gerichtet. Infolge der begangenen Fehler und Versäumnisse war in erster Reihe die Gegend der Unteren Theiss, insbesondere die Stadt Szeged gefährdet. Die Szegeder Hochwasserkatastrophe 1879 (Bild 1—4) — die vollkommene Zerstörung einer Stadt mit 60 000 Einwohnern — welche nicht nur die einheimische Bevölkerung, sondern auch die ganze öffentliche Meinung Europas erschüttert hatte, hat endlich die gründliche Uberprüfung der Wasserbaupolitik der Regierung erzwungen, und brachte die notwendige Wendung in der Geschichte der Theissregulierung mit sich. Die sich als ungeeignet erwiesene technische Führung wurde abgelöst, resp. reorganisiert und auch die rechtliche und materielle Lage der Deichgenossenschaften wurde geregelt. Die planmässige Vollziehung der Arbeiten wurde durch staatliche technische Überwachung, und die Möglichkeit ihrer Durchführung durch materielle Unterstützung der Genossenschaften gesichert. Zwecks Entwicklung der Durchstiche wurde ein staatlicher Baggerpark eingerichtet und um die hydrologischen Folgen der Regulierung feststellen zu können bzw. zwecks Vorhersage der Hochwasser wurde die Hydrographische Sektion — ein Vorgänger des nachherigen Hydrographischen Institutes und der heutigen Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft — aufgestellt. Die Arbeiten wurden an der am meisten gefährdeten Strecke bei Szeged in Angriff genommen: Die schädliche Wirkung der Einengungen des Vorlandes wurde mittels Abgrabung des Geländes gemildert oder durch Verlegung der Deiche behoben (Abb. 1, 5), ausserdem wurden die Schutzdämme, der zunehmenden Höhe des Hochwasserspiegels entsprechend, weiter verstärkt. Nach dem ausserordentlichen Hochwasser 1888 wurden die Abmessungen der Deiche verbindlich für alle Genossenschaften vorgeschrieben (Bild 11). Alle diese Arbeiten wurden durch den von E. Kvassay (Bild 8) neuorganisierten Wasserbaudienst in den Jahren 1891—1919 beendet, u. zw. im Rahmen langjähriger Arbeitsprogramme, Vorläufer der heutigen Perspektivpläne. Die Entwicklung der Deichprofile ist der Bild 11 zu entnehmen. Die Zunahme des Gefälles, erreicht durch die 112 Durchstiche, zufolge derer die Dauer der Überschwemmung der Vorländer sich ungef. auf 1 / 4 verminderte, ist aus der Abb. 15. ersichtlich.