O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 16. (Budapest, 1975)
Schmidt, E.: Quantitative Untersuchungen an Kleinsäuger Resten aus Waldohrelengewöllen 77-84. o.
1964/65 - 1970/71 1965/66 6 1971/72 1966/67 1972/73 1 Wasserspitzmaus (Neomys sp. KAUP) Die Neomys-Arten sind in SO-Ungarn eine recht seltene Erscheinung, so dass es keine Überraschung war, dass ich aus dem Gewöllen nur ein einziges (näher nicht bestimmbares) Exemplar gefunden habe. Haselmaus /Muscardinus avellanarius (L.)/ Da die Waldohreule, ihrem Namen gegenüber, kein ausgesprochener Waldjäger ist, sind Schläfer auch in den Gewöllen eine ziemlich seltene Erscheinung. Drei Haselmäuse hatten die Eulen wahrscheinlich am Rande des Waldes erbeutet (1963/64: 1 Expl. 1965/66: 1 Expl. 1970/71: 1 Expl.) Kleinwühlmaus / Pitymys subterraneus (De SELYS - LONGCHAMPS)/ Während der Bearbeitung der Gewöllangaben aus Ungarn konnte festgestellt werden, dass Pitymys so in der Ungarischen Tiefebene zwischen Donau und Theiss, wie in Ost-Ungarn im allgemeinen nur in einer ziemlich geringen Dichte lebt (SCHMIDT 1974). Diese Ergebnisse bestätigten auch die Resultate des Gyulaer Materials, wo Pitymys zwar in jeder Sammlung, aber nur in geringer Anzahl vorhanden war. 1961/62 39 Exemplare 1967/68 7 Exemplare 1962/63 6 1968/69 16 1963/64 13 1969/70 2 1964/65 8 1970/71 3 1965/66 2 1971/72 10 1966/67 3 1972/73 8 Feldmaus / Microtus arvalis (PALL.)/ In Kulturbiotopen der Ungarischen Tiefebene ist die Feldmaus zweifelsohne die häufigste unter allen Kleinsäugern. Sie lebt neben Ackerfeldern und Weiden auch auf dem Damm des Körös-Flusses und auch in den Waldrändern der Umgebung von Gyula. Die Stärke der Feldmauspopulation kann sich, wie überall in ihrem Verbreitungsgebiet, bedeutend schwanken, und das zeigte sich auch im Inhalt der Gewöllen. Wie bekannt, zeigen die Feldmauspopulationen im allgemeinen in jeden 3-4 Jahren einen Höhepunkt. Im während 12 Jahren gesammelten Material bei Gyula konnte ich dreimal Prozentzahle feststellen, wo die Feldmäuse den anderen Säugern gegenüber mit mehr als 75 % repräsentiert waren. Nimmt man nur die Kleinnager in Betracht, so sind diese Zahlen etwas nocht höher. Dabei muss man aber auch bemerken, dass die Gewölluntersuchungen überwinternder Waldohreulen in der mengenmässigen Ver-