O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 16. (Budapest, 1975)

Schmidt, E.: Quantitative Untersuchungen an Kleinsäuger Resten aus Waldohrelengewöllen 77-84. o.

teilung der Kleinsäuger natürlich immer die Verhältnisse des Spätherbstes und Win­ters widerspiegeln. Die Gradationsjahre bei Gyula waren im untersuchten Zeitraum 1964, 1967 und 1970. Nach den ersten zwei Perioden kamen je ein Minimum der Feld­mäuse (18,2 und 18,1 % der Säugerbeute), im dritten Fall aber ging die Zahl der Feldmäuse nur langsam und stufenweise zurück. 1961/62 567 Exemplare 1967/68 815 Exemplare 1962/63 44 1968/69 79 1963/64 536 1969/70 109 1964/65 985 1970/71 149 1965/66 157 1971/72 166 1966/67 828 1972/73 41 Schermaus /Arvicola terrestris (L.)/ Eine erwachsene Schermaus ist für die kleineren Eulen im allgemeinen zu gross um sie zu erbeuten. Ich habe sie in den Gewöllen bei Gyula nur einmal (2 Exemplare, 1968/69) gefunden. Zwergmaus / Micromys minutus (PALL.)/ Die Zwergmaus ist in der Ungarischen Tiefbene überall verbreitet und bildet einen regelmässigen wenn auch nicht dominierenden Nahrungsanteil der Waldohreulen. Nach Untersuchungen der im Winter 1965/66 und 1966/67 gesammelten Gewöllen stellte ich im ganzen Lande eine Gradation dieser Art fest (SCHMIDT 1968). Auch in den Gyulaer Gewöllen waren in diesen beiden Herbst-Winter-Perioden die Zwergmäuse mit einem höheren Wert vertreten. 1961/62 10 Exemplare 1967/68 17 Exemplare 1962/63 - 1968/69 8 1963/64 12 1969/70 5 1964/65 - 1970/71 4 1965/66 31 1971/72 4 1966/67 95 1972/73 2 Waldmaus (Apodemus sp\ KAUP) Nach der Feldmaus bilden diese Tiere die zweitwichtigste Beutetiergruppe der bei Gyula überwinternder Waldohreulen. In dieser Gruppe behandele ich Apodemus sylva- ticus, A. flavicollis und A . microps zusammen, da diese aus den Gewöllen nur zum Teil genau bestimmt werden können. Der Waldmaus-Be stand scheint bei Gyula ziem­lich stark zu sein und in vier Fällen hatte er sogar auch die Prozentzahlen der Feld­maus überschritten. Besonders hohe Werte zeigte die Apodemus-Gruppe zwischen 1961-1963, in 1965 und 1968. Natürlich muss man hier auch bemerken, dass nach dem Zusammenbruch einer Feldmausgradation, wenn die Zahl der Feldmäuse auf ein Minimum sinkt, die Eulen viel mehr andere Beutetiere fangen können, wie sonst.

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