O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 2/1-2. (Budapest, 1960)

Jánossy, D. ; Schmidt, E.: Extreme varianten des M1 der Feldmaus (Microtus arvalis Pallas) in Ungarn 137-142. o.

die aber alle einen ganz andere gebauten Palatinum, Schädel­und Gesamt körperbau aufweisen /KORMOS, 1932; OGNIEW, 195C/. Unter den vorderen unteren Molaren von Tornyosnémeti fanden wir 1 Stück, in der Population von Velence 2 Stück mit „gregaloider" Vorderechleife /Abb. 1,3 und 4/. Solche Va­rianten dieser Art bestätigten schon seinerzeit RÖRIG und BÖRNER /„forma aseimilis-/ sowie SCHAEPER /1935/ in Deutsch­land,aus Ungarn waren jedoch ähnliche Formen unseres Wissens bis jetzt nicht bekannt. Es ist interessant zu erwähnen,dass diese Formen zwsr mit Microtus / Stenocranius / gregalis PAL­LAS wegen dem ganz anderen Schädelbau keineswegs verglichen werden können, gregaloide Typen der Mj dagegen bei mittel­bzw. oetasiatischen Microtus /s.str./-Arten oder bei M. arva- lie Unterarten regelmässig auftreten. Auf Grund der Litera­tur scheint eine solche Gestaltung der Vorderschleife bei M. arvalis mongollcus RADDE, M. arvalis obscurus EVERSMANN, ML . pelliceue THOMAS, M. fortls BÜCHNER uew. dominant zu sein /T0KUDA, 1941; OGNIEW, 1950/. In unserem ungarländIschen Material kommen solche Va­rianten, - wie ersichtlich, - nur in 0,1-0,5 % vor. Diese in eo geringer Zahl auftretenden eigentümlichen Formen machen uns darauf aufmerksam, dass wir denselben nicht zu grosse systematische Bedeutung zuschreiben sollen /siehe auch SCHAEFER, 1935/. Umsomehr muss man mit der Beurteilung der Bedeutung solcher Erscheinungen vorsichtig sein, da diese Varianten meiest vereinzelt auftreten, das heisst nur bei der Mandibel der einen Seite desselben Individuums beobach­tet werden können, daneben aber der M^ der anderen Seite völlig typisch sein kann. Die Gattung Microtus steht heutzu­tage in voller Blüte und daher führen extreme Varianten oft zu überraschenden Konvergenz-Erscheinungen. So beobachtete ausser den schon genannten Autoren z.B. OGNIEW /1950/ bei M. agrestis in ganz geringer Zahl „ratticepoide" Formen und neuerlich KOWALSKY /1957/ bei M. nivalis ganz eigentümliche Zeichnungen der Schmelzschlingen der ersten unteren Molaren.

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