Gábor Eszter: Die Andrássy Straße - Unser Budapest (Budapest, 2002)
■ Jugoólawióche Botóchaft (AndráMy út 129) 1938, um genug Platz für die Teilnehmer der von Kardinal Pacelli (der spätere Papst Pius XII.) zelebrierten Messe zu schaffen, wurde die Vegetation des Platzes ausgerottet und das Gebiet zwischen den beiden Museen mit Steinen bepflastert. Die noch verbliebenen Bäume wurden zu Beginn der fünfziger Jahre gefällt, als die Dózsa György üt zum Paradeplatz verbreitert wurde. GLANZ UND FALL DER ANDRÁSSY ÚT 1885, als die Straße offiziell und feierlich dem hauptstädtischen Publikum übergeben wurde, stand schon der Großteil der Häuser. Es gab kaum noch ein leeres Grundstück. Entlang des Weges und am Körönd grünten die jungen Bäume. Auf dem mit Holzwürfeln gepflasterten Fahrweg rollten die Equipagen mit gedämpfter Stimme. Krúdy war der Meinung, daß die Pester Damen ihr Korso von der Kronprinz Gasse (Koronaherceg utca I heute Petőfi Sándor utca) in die Andrássy út versetzt hätten, „da in dieser breiten Straße Aich Jeder Hut in Aeiner Breite zeigen konnte, jeder weite Rock, kein einziger Sonnen- Achirm hier verborgen bleiben kann und auch kein StöckelAchuh..." Die Vornehmheit der Straße war dem Hauptstädtischen Rat für Kommunalarbeiten so wichtig, daß er hier keine Straßenbahnschienen bewilligte. Ein Jahrzehnt später wurde deshalb die frisch gebaute Straße wieder aufgegraben und die 63