Gábor Eszter: Die Andrássy Straße - Unser Budapest (Budapest, 2002)
Iván Batthyány, Arthur Pejacsevich, Graf Gyula Széchenyi und Zsigmond Kornfeld. Bewohner des Hauses war auch — schon nach seiner Abdankung — Baron Géza Fejérváry, Ministerpräsident der sogenannten Trabantenregierung (1905). ]m Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Während der Wiederaufbauarbeiten bemühte man sich, dem Äußeren die alte Form wieder zu geben, das Innere wurde zu Büros umgestaltet. Jahrzehntelang funktionierte hier das Unternehmen für Brückenbau. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude abermals renoviert, heute stehen auch hier Büroräume zur Vermietung. Von der Bajza utca an beginnt die Villenreihe. Hier durften die Häuser nur nach strengen Vorschriften gebaut werden: der Abstand von der Straße mußte 5, der Seitenabstand bis zur nächsten Grundstücksgrenze je 3 Klafter betragen. Die vorgeschriebene Entfernung schrumpfte nach der Einführung des Dezimalsystems mit der Zeit auf 5 bzw. 3 Meter — also fast auf die Hälfte. Die Höhe beschränkte sich auf ein bis zwei Stockwerke. Zweistöckige Gebäude wurden zu Beginn hier kaum gebaut, nach der Jahrhundertwende nahmen sie jedoch zu, als die zweistöckige Mietvilla der herrschende Typ der Neubauten wurde. Die größten Veränderungen haben in den letzten 130 Jahren in diesem Abschnitt der Andrássy út stattgefunden. Mit dem Steigen der Grundstückpreise wurde ■ £rdödy-V'Ma - 1877 (Andráay út 104)