Csernus Lukács - Triff Zsigmond: Budapester Friedhöfe - Unser Budapest (Budapest, 1999)
Parzelle der Opfer der Fünfziger Jahre mit den bisher BEKANNTEN NAMEN Die Mönchsorden verfügen auch hier, ähnlich wie auf anderen Friedhöfen, über eigene Bestattungsstätten (z. B. auf der 85. und 154. Parzelle), wo bedeutende, den Orden zugehörende Lehrer und Dichter sowie Wissenschaftler begraben sind. Nachdem der Kerepeser Friedhof zum Paradefriedhof erklärt worden war, räumte die Flauptstadt neun dortige Bestattungstafeln (auf denen die bis Juni 1870 Verschiedenen begraben waren) und plazierte die etwa 32 Tausend exhumierten Toten von hier in ein gemeinsames Grab auf den Neuen Zentralfriedhof. Dasselbe spielte sich nochmals im Jahre 1953 ab, als wegen Vergrößerung der Gummifabrik die seitlichen Grüften und Parzellenteile aufgeräumt wurden, die versprochenen neuen Grüften am Rákoskeresztúrer Friedhof jedoch nie gebaut wurden. Auch als am Kerepeser Friedhof das Pantheon der Arbeiterbewegung errichtet wurde, verlegte man mehrere tausend Verstorbene auf den Zentralfriedhof, den Farkas- réter und andere Friedhöfe. Grabsteine von künstlerischem Wert wurden gelagert, dann verkauft. Exhumierungen und Grabverlegungen bzw. Liquidierungen in solchem Maße gibt es wohl kaum noch woanders. In den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts wurde die Gesellschaft zur Unterstützung der Einäscherung von Toten gegründet. Ihre Bestrebungen konnte sie jedoch wegen der negativen Einstellung des Staates und der Kirche ihr gegenüber erst Jahrzehnte später verwirklichen. Erst im Dezember 1932 wurden in Ungarn die ersten Einäscherungen vorgenommen, und zwar in dem nach Plänen von 40