Csernus Lukács - Triff Zsigmond: Budapester Friedhöfe - Unser Budapest (Budapest, 1999)

Das Grab von Imre Nagy mit den Grabhölzern der 1956er Opfer József Borsos erbauten Krematorium in Debrecen. 1968 wurde auf dem Zentralfriedhof nach Plänen von János Pomsár das zweite Krematorium des Landes errichtet, wel­ches schon in den siebziger Jahren vergrößert werden mußte. Wegen der überfüllten Friedhöfe und der wach­senden Begräbniskosten verbreiten sich die Einäscherun­gen immer mehr. Am Zentralfriedhof hatte man bis Ende 1944 fast sechs­hunderttausend Tote begraben, heute beträgt ihre Anzahl schon eineinhalb Millionen. In den 1960er Jahre beerdigte man jährlich bis zu sechs-sieben Tausend, heute zehn­zwölf Tausend. Kunstdenkmäler aus Bronze gibt es der Friedhofsdiebe und Grabschänder wegen kaum noch, die in Stein ge­meißelten Werke sind eher erhalten geblieben. Die kunst­voll gemeßelten Grabsteine sind meist Werke der Stein­metzwerkstatt von Antal Gerenday und seinen Söhnen. Gehen wir vom Haupteingang nach links, so kommen wir vorbei an den italienischen Soldatengräbern, dem Grab des bekannten Zigeunerprimas Laci Rácz dem 36. (2. Par­zelle, V. Sektor), in der 7. Parzelle zum Denkmal der weit von der Heimat entfernt beerdigten Gefallenen. Hier steht auf dem Grab des Dichters Tibor Hamza die Skulptur „CJn- garisches Golgatha“ von Zoltán Kovács Borbereki (7/II). Auf dem Grab des Chirurgen und Professors Ferenc Czey- da Pommersheim steht ein Marmorgrabdenkmal, das eine Frauengestalt darstellt (7/III). 41

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