Prohászka László: Der Donaukorso - Unser Budapest (Budapest, 1998)
PÁLVATKRV A M/NAMtTI SZÁHIID4S0R UJIÁÉPITÉSKKK Entwurf zum Wiederaufbau der Donauzeile von Károly Weichinger (1946) gen. So wäre der einstige Stolz von Pest, das einheitlich klassizistische Donauufer des 19. Jahrhunderts, wenn auch vom Krieg zerzaust, erhalten geblieben. Schließlich wurden, mit Ausnahme des Bristol-Hotels und des Thonet-Hofes (nach 1945 als Thonet-Haus bekannt), sämtliche ausgebrannte, jedoch teilweise noch restaurierbare Gebäude des Korsos abgetragen, um der neuen Hotelzeile Platz zu machen. Die ganze Hotelzeilen-Angelegenheit sank jedoch für Jahrzehnte in einen tiefen Schlaf. Auch über den Neubau der Redoute wurde debattiert, zwecks Erhaltung der noch existierenden Mauern unternahm man jedoch wenigstens die nötigen substanzbewahrenden Arbeiten. Alsbald erreichte auch die Welle der neuen Straßennamen den Korso. Der Vigadó tér wurde 1946 zum Molotov tér. Einen vernünftigen Fortschritt konnte man nur auf dem Gebiete des Verkehrs wahrnehmen. 1946 wurde der zerbombte Viadukt repariert, zum 20. November 1949 war die Kettenbrücke wieder aufgebaut und die Unterführung der Straßenbahn wieder instand gesetzt. Nun konnte die Straßenbahnlinie Nr. 2 von neuem bis zum Pester Brückenkopf der Margaretenbrücke verkehren. Im verbliebenen Gebäude des einstigen Bristol wurde nach dem Krieg, wenn auch recht bescheinden, das Hotel Duna eröffnet. Das frühere sprudelnde Leben kehrte jedoch nicht mehr auf den Korso zurück. Es hätte auch nicht 38