Radó Dezső: Parks und Wälder - Unser Budapest (Budapest, 1992)

Budakeszi Der Wald Budakeszi, das ca. 500 ha große Gebiet zwischen Budakeszi-Csillebérc-Normafa und János- Berg, besteht v. a. aus Eichen, aber man findet auch schöne Buchen- und Tannenwälder. Das Gebiet ist in kleinere und größere Täler zerstückelt, zwischen denen sich kleine Hügel wie Ingovány, Meredekcsúcs, Diófás- Gipfel und Magas-Kő erheben, ln einem der schönsten Teile des Waldes, im Viräg-Tal, wurde ein Forstarbore­tum geschaffen. Die Hauptstadt kaufte den Wald, nachdem sie seine Bedeutung erkannt hatte, 1893 vom Kronenherr­schaftsgut. So wurde das Roden des Waldes verhindert. Der Wald bedeutet heute, da die ümgebung der Men­schen unwiederbringlich zerstört ist, auf alle Fälle mehr als 3-4% Nachwuchs von Bäumen pro Jahr. Der Wald ist ein unersetzlich wichtiges Bestandteil des ökologi­schen Gleichgewichts zusammen mit mit ihm in Sym­biose lebenden Vögeln und mit den im Boden lebenden Bakterien. Auf der hügeligen Budaer Seite dient er auch dem Schutz der fruchtbaren Erde: Wo die Bäume ge­fällt werden, wird die fruchtbare Erde vom Wasser abge­tragen und vom Wind Verblasen. Büdaszentlörinc Der Bus Nr. 22 fährt vom Moszkva-Platz zum Ságvári- Wäldchen an der Kreuzung Budakeszi Straße und Kin­dereisenbahn. Die ümgebung ist durch die hier ange­pflanzte Vegetation (Pinus Strobus, Ahorn, Wacholder, Steinmispel) und durch das dichte Straßennetz einem Park ähnlich. Hier auf dem Grundstück an der Budake­szi- und der Härshegy-Straße findet man die Ruinen des Hauptmonasteriums von Büdaszentlörinc des Paulus­ordens. Auf dem Grundstück blieben die Wände eines Gebäudes erhalten, das nach dem Grundriß ein Turm gewesen sein mußte, ünsere Könige förderten den Orden freigebig mit Gaben, Besitztümern und Privile­gien. Die nennenswerten Mitglieder des Ordenshauses waren György Fráter, der im 16. Jahrhundert eine be­deutende Rolle in der Geschichte spielte, ferner László Báthori, der in der Höhle des in der Nähe liegenden Härs-Bergs als Ermit lebte. Im Jahre 1827, 300 Jahre nach der Schlacht in Mohács, wo üngarn gegen die Türken eine Niederlage erlitt, standen die Wände noch in Menschenhöhe. Das Kloster und einzelne Wandstücke des Rundgangs wur­42

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