Radó Dezső: Parks und Wälder - Unser Budapest (Budapest, 1992)

den zu dieser Zeit ausgegraben. Im Herbst 1949 wurde die Arbeit fortgesetzt. Während der Ausgrabungen 1958 stellten die Architekten 4 Bauperioden des Ge­bäudes fest, und im Norden der Kirche entdeckten sie die Teile eines viereckigen Gebäudes. 1964 führte Lász­ló Zolnay an dem schon erwähnten Turm Ausgrabun­gen durch. Zuletzt entdeckte er die kleine Kirche aus dem 13. Jh., die mit dem Chor abgeschlossen war und die der älteste Kern des damals größten Klosters Un­garns war. Der HÁRS-BERG (DER LINDEN-BERG) Der Berg wurde aller Wahrscheinlichkeit nach nach seinen Lindenbäumen benannt, aber wenn man auf der Allee vom Kloster des Paulusordens nach oben geht, stößt man eher auf Eichenbäume. Der Lindenbaum aber, der von der Ferne ein regelmäßiger Kegel zu sein scheint, ist trotzdem erwähnenswert. Obwohl der Lin­denbaum im Wald nicht oft vorkommt, sieht man ihn oft bei Schutthalden. Dieser Baum ist bei uns heimisch, eine von seinen Arten wird „ungarischer Lindenbaum“ genannt. Es lohnt sich, auf den Härs-Berg zu steigen, man findet dort einen Aussichtsturm, der 1988 einge­weiht wurde und der nach dem Forstingenieur Károly Kaän (1867-1940) - Initiator der Bepflanzung der Tief­ebene mit Bäumen - benannt wurde. Vom Aussichts­turm aus eröffnet sich das unvergleichliche Panorama der Budaer Berge. MAriaremete Wenn wir auf der anderen Seite des Härs-Berges herun­tergehen, kommen wir auf die Straße Nagykovácsi. Von hier in nördliche Richtung dehnt sich Märiaremete, das an dem Eingang der Engpässe von Remete anfangen­de, von Wäldern umrandete Gebiet aus. Die Besiedlung des Gebietes fing schon um die Jahrhundertwende an, als kleine Familienhäuser an diesem Ort gebaut wur­den. An seinem westlichen Rand, in der Nähe der Teu­felsgrube, entstand die dicht bebaute Remete-Garten- stadt. An seinem nördlichen Höhepunkt, Remete Mária, wurde eine neugotische Kirche an der Stelle von einer 1817 errichteten Gnadenkapelle gebaut. Das ist ein beliebter Wallfahrtsort. Der berühmteste Teil der Umgebung ist das streng bewachte Naturschutzgebiet, die Engpässe von Märia­remete: das ist der enge und malerische Durchbruch 43

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