Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)
Omnibus im Stadtwäldchen zwischen den einzelnen Stadtteilen und den Dörfern der Umgebung. Die Wagen waren viel abwechslungsreicher als ihre heutigen späten Nachkommen, die Autobusse: es gab offene und geschlossene, ein- und zweistöckige - imperiale mit längs- oder quergerichteten Sitzen. Sogar nach Erscheinen der Pferdebahn und später der Elektrische verschwand der Omnibus nicht aus dem Stadtbild. Es gab stets solche Strek- ken, wo es sich nicht auszahlte, Schienen zu legen; Fahrgäste gab es jedoch genug, um den Omnibus zu erhalten. 1895 gingen die früheren Unternehmer zwar zugrunde, doch sofort entstand eine neue Firma unter dem Namen Budapester Mietwagen AG, die fünf Linien mit fünfzig Fahrzeugen betrieb. Einen ständigen, regelmäßigen Verkehr konnten sie jedoch nicht erreichen, nur zu einzelnen besonderen Ereignissen - darunter die Millenniumausstellung - erlebten sie einen Aufschwung. 1897 hörte auch diese Gesellschaft auf zu existieren, 1898 wurde dann die Erste Ungarische Verkehrs AG gegründet. Diese Firma kaufte der Budapester Stadtrat 1914 um den Preis von 1,8 Millionen Kronen. Die meisten Fahrgäste beförderte die Gesellschaft im Jahre 1913: 1,2 Millionen. 1919 war der Jahresverkehr dann schon auf 2 Millionen zurückgefallen. Um die Jahrhundertwende erhielt, trotz der Konkurrenz von Pferdebahn und Elektrischen der pferdegezogene Omnibus einen neuen Konkurrenten, den Autobus. 1909 eröffnete die Phönix Automobil AG eine Saisonlinie zwischen Schwabenberg und Johannesberg, deren Verkehr nach der Eröffnung der Elisabeth-Aussichtswarte am Johannesberg im Jahre 1910 bedeutend zunahm. 1911 begann auch ein Autobus 28