Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)

zwischen Zugliget und Budakeszi zu fahren. 1913 wurde bei der Sitzung der hauptstädtischen Finanzkommission erwo­gen, Autobusse in städtischem Besitz in den Verkehr zu brin­gen; es wurde beschlossen, die ausländischen Lösungen zu studieren. Als die Vorstellungen zur Aufnahme des Autobusverkehrs sich abzuzeichnen begannen, wies der Königliche Ungarische Automobil Klub, sich auf Pariser und Wiener Erfahrungen berufend, darauf hin, daß die von den großen Autobussen verursachten Schwingungen sich schädigend auf die unterir­dischen öffentlichen Werke und die Wohnhäuser entlang des Weges auswirken würden. Trotzdem wurde im Dezember 1913 ein Generalabschluß verabschiedet, welcher die Einstel­lung der pferdebetriebenen Gemeinschaftswagen und den Übergang zum Autobusverkehr bestimmte. Das Linieneröff­nungsrecht behielt die Hauptstadt für sich und gab es an keine Privatunternehmer weiter. Den Autobus-Befürwortern kam die für 1914 geplante Renovierung der Kettenbrücke gerade recht, da die darüber verkehrenden Omnibusse er­setzt werden mußten. Es wurde ein internationaler Wettbe­werb zur Lieferung elektrisch, bzw. durch Benzinmotoren be­triebener Autobusse ausgeschrieben. Es wurden auch Probe­fahrzeuge geschickt, doch schließlich mußten des inzwischen ausgebrochenen Krieges wegen, die Verhandlungen annuliert werden; während des Krieges stellten auch die Privatunter­nehmen ihre Ausflugsfahrten ein. Zwei Probebusse - einer mit Elektrizität, der andere mit Benzin getrieben - wurden jedoch am 1. März 1915 in den Verkehr gebracht, zwischen der Vilmos császár (Bajcsy- Zsilinszky) út und der Aréna (Dózsa György) út führten sie über die Andrássy út. Der Fahrpreis betrug 14 Fillér. Für die als­Der erste Autobus fährt los 29

Next

/
Oldalképek
Tartalom