Gerle János: Paläste de Geldes - Unser Budapest (Budapest, 1994)

...Die Fabrik Thék und die Entwerfer, allen voran der stellvertretende Direktor Wollmann, hatten je­nes doppelte Bestreben zum Leitfaden, daß alles, was sie erschufen, ungarisch und künstlerisch sei; das viele im Gebäude verwendete Eichenholz ist alles aus ungarischen bzw. slawonischen Wäldern, jede Arbeit, auch die, welche im Ausland billiger gewesen wäre, wurde von ungarischen Handwer­kern gemacht so daß die gesamte Einrichtung der Bank, ihrem Hamen entsprechend, vaterländische Hände aus vaterländischem Stoff geschaffen ha­ben. ...einen separaten Artikel müßte man über den großen Konferenzsaal des Palastes schreiben, des­sen drei riesige, in einer Linie verlaufende Tische und die ringsherum stehenden vierundzwanzig herrlichen Lehnstühle ein klassisches Beispiel der künstlerischen, bewußten Möbelplanung sind. Die hell polierten, an die Kompaktheit antiker fürstli­cher Möbel erinnernden Tische, die auf architekto­nisch perfekt geformten Säulen ruhen, im Hinter­grund der monumentale Kamin von edler Einfach­heit, bilden, gemeinsam mit den ernsten Lehnstüh­len die bisher- sozusagen - bravouröseste, vollen­detste Schöpfung der ungarischen Möbelindustrie, die ein Schulbeispiel des zielbewußten, harmoni­schen, stilvollen und künstlerischen Entwerfens darstellt.. (Budapesti Hírlap) 62

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