Juhász Gyula - Szántó András: Hotels - Unser Budapest (Budapest, 1999)
tischen Jahrbuch nach gab es 1944 hundertsechzig Pensionen, sechsundzwanzig davon hatten mehr als fünfundzwanzig Zimmer. Produkte der zwanziger Jahre sind auch die ersten Boardinghouses. (Diese Bauform war damals in Amerika und Westeuropa schon recht verbreitet und beliebt.) Am Fuße des Rosenhügels (Rózsadomb) in Buda stand Ecke Keleti Károly utca und Bimbó út die klassizistische Villa mit dorischen Säulen und Laube des Grafen József Mailáth. Hinter dem Gebäude erstreckten sich mehrere Morgen Land. Es war eine Art Naturpark voller besonderer Büsche und Bäume, auf den die Budaer vor dem Ersten Weltkrieg sehr stolz waren. 1928 wurde eine Ausschreibung zur Bebauung dieses Geländes veröffentlicht: in der Keleti Károly utca entstand damals die auch heute noch erhaltene Häusergruppe aus modernen, vierstöckigen, villenartigen Mietspalästen mit Terrassen; am Treffpunkt der beiden Straßen wurde an der Stelle des alten Herrenhauses ein sechsstöckiges Hotel-Mietshaus, ein bisher in (Ungarn unbekanntes „Boardinghouse“ errichtet (11., Keleti Károly utca 9). Gewinner der Ausschreibung war Károly Rainer. Die beim Bau des Boardinghouses beteiligten Firmen leisteten erstklassige Arbeit. Es wurden 80 Wohneinheiten mit ein oder zwei Zimmern, Badezimmer und Kochnische gebaut, auf jedem Stock außerdem noch eine Küche. Im Erdgeschoß gab es auch eine Küche mit Garten des Boarding Houses in den 1 930er Jahren 45