Matits Ferenc: Protestantische Kirchen - Unser Budapest (Budapest, 2003)

1912 wurde nach Plänen des Architekten Károly Habicht im Garten hinter der Kirche das ebenfalls ziegelverkleidete, ebenerdige Gebäude errichtet, in welchem sich die zwei Gemeindesäle und die Nebenräumlichkeiten befanden. Im Zweiten Weltkrieg erhielt die Kirche mehrere Granaten- und Minen­treffer, ihre Decke stürzte ein. Das niederstürzende Gewölbe zerstörte auch das Gestühl. Bald erfolgte die Instandsetzung. 1988—89 wurde dann das ganze Dachgerüst ausgewechselt und die Kirche neu gedeckt. Die reformierte Kirche am Ildikó Platz XI. Bezirk, Ildikó tér i Das eigenständige Leben der reformierten Gemeinde im Stadtteil Äußeres Kelenföld begann am 1. Januar 1950, als sie sich von der nach dem Ersten Weltkrieg gegründeten Kirchengemeinde Kelenföld trennte. Die ersten Gottesdienste hatten die in der Gegend des Kelenfölder Bahn­hofes lebenden Reformierten noch im Wartesaal des Bahnhofs abgehalten. Ihr Plan, eine Kirche zu errichten, wurde durch die stockende Sammlung und den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vereitelt. Die Reformierten des Stadt­teils Äußeres Kelenföld hielten ihre Gottesdienste von Ende 1947 an im Turn­saal der Grundschule in der Bartók Béla út 141. Später wurden sie dann an zwei Orten, im Bethaus am Farkasréter Friedhof und im Lagerhaus Német­völgyi út 138 abgehalten. Die Gemeinde des Stadtteils Farkasrét mietete vom Dezember 1949 an zuerst gemeinsam mit den Evangelischen das Gebäude kaufte es dann 1962 und gestaltete es 1964 zu einem Bethaus, welches auch seither gemeinsam benützt wird. Im Garten des Farkasréter Bethauses wurde 1987 als Geschenk von Frau Kadlencz eine 110 kg schwere Glocke auf einem Glockenstuhl aufgehängt. Nach langer Vorbereitung entschlossen sich die beiden Kirchengemeinden das alte Gebäude abzureißen und auf dem Grund­stück mit dem Bau einer neuen Kirche zu beginnen. Nach Plänen des Archi­tekten László Benczúr begann der Bau am 8. April 1994 und endete in raschem Tempo am 3. Dezember desselben Jahres mit der gemeinsamen Einsegnung der Kirche durch den reformierten Bischof Dr. Lóránt Hegedűs und den evange­lischen Bischof Imre Szebik. Die nach außen wie ein zweistöckiges Villen­gebäude wirkende Kirche beherbergt im Souterrain einen Vortragssaal und Nebenräumlichkeiten Über dem Eingang befindet sich die Empore. Durch Ver­mittlung des Schweizer Pfarrers Hans Maurer schickten zwei Schweizer Ge­meinden finanzielle Unterstützung für den Bau. Auf dem 685 Quadratklafter großen Grundstück in der Bartók Béla út, welches 1950 gekauft wurde, funktionierte in einer früheren Schmiede- bzw. 64

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