Matits Ferenc: Protestantische Kirchen - Unser Budapest (Budapest, 2003)

■ Die Kirche Wagnerwerkstatt das Bethaus. In der Gegend des bald zu engen Bethauses begannen Ende der siebziger Jahre Großfirmen ihre Sitze zu bauen. So konnten die Reformierten ihr Gebäude und das Grundstück vorteilhaft gegen ein ande­res Grundstück eintauschen und außerdem auch genügend Geld erwerben, um mit dem Bau einer Kirche zu beginnen. Am 30. September 1979 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung auf dem 451 Quadratmeter großen neu er­worbenen Grundstück am Ildikó tér. Den Entwurf für die Kirche mit einem sechseckigen Grundriß machte der Architekt István Szabó, Träger des Ybl-Prei- ses. Die Kirche mit Leichtbau-Konstruktion und schräger Prismenform steht auf einer 1 Meter hohen Betonplatte. Eine weiß gemalte Gitterkonstruktion bildet das Gerüst des Gebäudes, welches - dem schiefen Dach ausgenom­men — von doppelschichtigem Wellenblech aus Aluminium bedeckt ist. Zwi­schen den Aluminiumplatten befindet sich eine Isolierschicht aus Glaswolle. Das Gebäude von schräger Prismenform war ursprünglich mit durch Metall­lamellen gegliederten Glasplatten bedeckt. Da diese sich jedoch nicht bewähr­ten, wurde im Sommer 2002 währen der Renovierungsarbeiten des Daches das Glas durch den durchsichtigen Kunststoff Polykarbonat ersetzt. Durch diese Oberfläche dringt das natürliche Licht von Westen her in den Kirchraum. Die durch vier Stufen erhöhte Kanzel und der Tisch des Herrn wurden mit dunkelblauen Kacheln verkleidet. Der höchste Punkt des Innenraums beträgt 65

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