Szegő Dóra - Szegő György: Synagogen - Unser Budapest (Budapest, 2004)
konnte. Das Gebäude befindet sich in einem sehr schlechten Zustand und wird nun schon seit mehr als zehn Jahren renoviert. Um den Hof herum funktionieren jedoch unverändert Lehrinstitutionen und das orthodoxe koschere Restaurant Hanna. Gegenüber, in der Kazinczy utca 16 befindet sich das einzige, frisch renovierte rituelle Bad (Mikve) mit einem besonderen Art déco Marmorrelief. Die Synagoge in der Páva utca Die in der Páva utca 29, an der Ecke zur Tűzoltó utca stehende Synagoge ist eine späte Arbeit Lipót Baumhorns, des bedeutendsten Synagogenbauers Ungarns. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts trug man sich mit dem Gedanken hier eine Synagoge zu bauen: 1910 spendete der Fabrikant Géza Braun von Belatin die nötigen Mittel und Miklós Román, der Erbauer der Synagoge von Aszód, lieferte den Entwurf. Zuerst wurde ein kleines Bethaus gebaut, des Ersten Weltkrieges wegen wurden die Arbeiten jedoch eingestellt. Für die „Friedenstempel" genannte, großangelegte Synagoge begann man in der Gemeinde dann 1918 Spenden zu sammeln, das heutige Gebäude wurde jedoch erst 1923 gebaut, und zwar nach Plänen von Lipót Baumhorn. ■ Grundriß der Synagoge in der Páva utca (Lipót Baumdom, 1923) 67