Szegő Dóra - Szegő György: Synagogen - Unser Budapest (Budapest, 2004)

■ Die Synagoge in der Berzevíczy utca, Holocamt-Denkmal befindet sich — ähnlich wie an der Ostmauer — ein Rosenfenster im Rundbogen­rahmen, zu beiden Seiten kleinere Rundfenster. Das dreischiffige Synagogeninnere mit rechteckigem Grundriß verdanken wir in seiner heutigen Form den Umände­rungen von Lipót Baumhorn aus den Jahren 1909-11. Über der Vorhalle am Eingang befindet sich die Orgelempore, wo nach dem Erdbeben von 1911 die aus der Kecs­keméter Synagoge abgetragene Angster-Orgel aufgestellt wurde. Diese Plazierung ist in der neologen Synagogenarchitektur ungewöhnlich, wo die Orgel sich - falls es eine gibt — über dem Thoraschrein befindet. Auch hier verbindet Baumhorn den früheren eklektischen Stil meisterhaft mit dem „modernen" Stil der Sezession, wel­cher den neusten Ansprüchen entsprach. Vor der Ostmauer hebt ein dreiteiliger Gewölbebogen mit Goldumrahmung den Thoraschrein, sowie das Podium für den Rabbiner und den Vorbeter hervor. Über und neben dem Thoraschrein wird der Sakralraum durch ein mit Davidsternen verziertes Gitter abgeschlossen. Impo­sante Elemente des Synagogenraumes bilden auch die farbigen Glasfenster mit Bleiversatz, welche jüdische Symbole und hebräische Texte zieren. Nach dem Krieg erhielten die Fenster Inschriften zum Andenken der Opfer des Holocaust. An der Umzäunung Ecke Berzeviczky utca und József Attila utca erin­nern die Reliefs (1947) von Edit Kis (Bán), Marianna Körössy und János Blasch­60

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