Szegő Dóra - Szegő György: Synagogen - Unser Budapest (Budapest, 2004)

Bocskai utca wurde Ende der 1830er Jahre das erste Bethaus gebaut; daran schloß sich ein Friedhof, ln den 1870er Jahren wurde die alte Synagoge langsam zu klein und so baute man 1886 in der Berzeviczy utca 8 die Große Synagoge. Die Entwürfe stammten von Henrik Böhm, die Ausführung unternahm Armin Hegedűs. Die Ecktürme des im spätromanischen Stil gehaltenen Gebäudes zieren - ähn­lich der Synagoge Försters in der Dohány utca - rote und gelbe Ziegelstreifen. Das Siebenbogenfenster, welches die Fassade des Langhausraumes gliedert, wird von einem doppelstufigen Steinrahmen eingefaßt. Die Mauerfelder sind mit einer diagonal-quadratischen Ziegelornamentik bedeckt, ähnlich dem Dogenpalast in Venedig. An der Ostwand wird der mittlere Teil mit der Giebelmauer von zwei Türmen mit Zwiebelkuppeln umgeben, ln der halbkreisförmigen Nische des mitt­leren Tympanons befindet sich ein Rosenfenster, darunter auf dem Mauerfeld ein Bibelzitat in hebräischer und ungarischer Sprache: „Denn mein Haus wird Bethaus genannt werden für alle Völker." Die westliche Eingangsfassade sieht zum Hof hin. Ihr giebelgekröntes Mauerfeld wird von Lisenen mit kleinen Türmen in drei Abschnitte gegliedert, ln der Mitte ■ Die Synagoge in der Berzeviczy utca 59

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