Boros Géza: Statuenpark - Unser Budapest (Budapest, 2002)

1969 als Geschenk der Grundschule an der Pasaréti út 191—193. übergab. Hier wur­den sie im Garten aufgestellt und durch eine Tafel ergänzt, auf welcher die Jahres­zahl 1919 auf den Beginn der kommunistischen Pionierbewegung hin deutete. 35- Gedenktafel der Ferencvároser Organisation der Kommunistischen Arbeiterpartei (1959) Die schneeweiß verblichene Tafel markierte den Ort jenes Gebäudes in der Üllői út, wo 1919 die Ferencvároser Organisation der Partei der Kommunisten Ungarns gegründet wurde. Heute befindet sich am Ort der Tafel eine Gedenk­tafel für István Angyal, einem hingerichteten 56er Revolutionär aus dem Bezirk Ferencváros. 36. Gedenktafel der Druckerei der Kommunistischen Arbeiterpartei (1955) Zur Zeit des Rákosi- und des Kádár-Systems gehörte es zu den beruflich-poli­tischen Aufgaben der gesellschaftlichen Organisationen, das Andenken der kommunistischen Vorgänger zu pflegen. Dem paßte sich auch der Landesver­band der Ungarischen Journalisten an, der 195; mehrere Gedenktafeln im Zu­sammenhang mit der Geschichte der Presse in Budapest plazierte. Am Haus Nr. 53 in der Ráday utca wurde mit dieser Tafel des Ortes einer illegalen Druckerei gedacht: 1922 hatte man hier die Parteiblätter Kommün (Kommune) und Ifijú Proletár (Junger Proletarier) gedruckt. 37- Gedenkstätte der Helden der Volksmacht (Viktor Kalló, 1983) Die zwanzig Meter breite, mit Symbolklischees der Arbeiterbewegung ge­schmückte Relief-Gedenkmauer entstand als Erweiterung des Denkmals für „die Märtyrer der Konterrevolution" auf dem Köztársaság tér. Schon als i960 die Statue aufgestellt wurde, dachte man daran, die Namen derer aufzuschreiben, die im Kampf zum Schutz der Volksmacht gefallen waren; es war jedoch noch nicht entschieden, ob die Namen aller Märtyrer oder nur diejenigen der bei der Verteidigung der Partei Gefallenen darauf erscheinen sollten. Die Namen letz­terer wurden später auf einer Gedenktafel verewigt, die sich jedoch bei Kranzniederlegungen als zu wenig repräsentativ erwies. Deshalb baute man eine ergänzende Gedenkmauer, auf welcher auch die Namen aufgezeichnet wurden. Die Denkmalserweiterung fand im Rahmen der großangelegten Reno­vierung des Platzes statt, die der Architekt Lajos Skoda geplant hatte. 47

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