Boros Géza: Statuenpark - Unser Budapest (Budapest, 2002)
■ Viktor Kalló: Denkmal der Märtyrer der Konterrevolution, i960 38. Denkmal der Märtyrer der Konterrevolution (Viktor Kalló, i960) Dieses Denkmal zur Erinnerung an die kommunistischen Opfer der 1956er Revolution wurde ein separater Teil des seit 1955 aktuellen Plans einer Gedenk- itätte der Großen Toten. Man stand nämlich vor dem Dilemma, ob man den neuen Märtyrern ein separates Memento oder eines innerhalb des geplanten Mausoleums der Arbeiterbewegung errichten sollte. Schließlich entschloß man sich für ein selbständiges Denkmal; als Ort dafür wurde der Köztársaság tér bestimmt, ein für die „Konterrevolution" sozusagen symbolischer Platz (wo die aufgebrachte Menge bei der Erstürmung des Parteigebäudes Vertreter der Brachialgewalt lynchte). Den 1957 ausgeschriebenen Wettbewerb gewann der Bildhauer Viktor Kalló. Der tot niedersinkende Arbeiterkoloß entstand i960. (Einstige Inschrift: Denkmal der (für die Freiheit de& ungamchen arbeitenden Voíkeó gefallenen Märtyrer. Nóra Aradi schreibt folgendes darüber-, „ln der Geschichte der Skulptur ist es ein seltener Augenblick, daß das historische Moment und ein Denkmal zeitlich so nahe beieinander liegen. Und selten ist auch diejenige Lösung, die den zu Tode verwundeten und gleichzeitig siegenden Arbeiter in einer einzigen Gestalt konzentriert und die auch noch im Fall riesige, aus der Position der konsolidierten Macht geformte Kraft darstellt.’' Der 48