Szatmári Gizella: Zeichen der Erinnerung - Unser Budapest (Budapest, 2005)

Das Mädchen für Alles Siebenbürgens Károly Kós geziemte dieser „Ehrentitel" — dem Architekten, Schriftsteller, Graphiker, Literatur- und Kunstmanager, Zeitungsredakteur, Politiker und vieles andere mehr. In seiner mannigfaltigen Arbeit wurde er nur von einem Gedanken geleitet: „...Ich glaube, in Siebenbürgen braucht man mich mehr, als in Budapest". Dementsprechend handelte er auch: Nachdem ein staatli­ches Stipendium in der Türkei zu Ende war und er die stadtgeschichtliche und architektonische Studie Sztambul geschrieben hatte, ging er nach Hause ins Kalotaszeger Sztána, in seine „Krähenburg". Die Kenntnisse, welche er sich während seiner Jahre an der technischen Universität in Budapest angeeignet hatte, wandte er erfolgreich an. Er machte Entwürfe für das Grabmal Attilas, dann plante er — als technischer Zeichner im Büro von Móric Pogány — Speisezimmer für herrschaftliche Schlösser, und erhielt schließlich von der Hauptstadt den Auftrag, Pavillons für den neuen Tiergarten zu entwerfen. Diese Arbeit machte er gemeinsam mit Dezső Zru- meczky — wie auch das Öbudaer reformierte Pfarrhaus und die Kirche in Zebegény. (In Óbuda erinnert eine Relieftafel an ihn.[Ferenc Csúcs, 1983]) 76

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