Ferkai András: Wohnsiedlungen - Unser Budapest (Budapest, 2005)

■ Aus Hüttenschaumschlacken-Blocks errichtetes Haus in der Wohnsiedlung (um ig6o) warf Dezső Cserba 1959). Sozusagen parallel wurden acht-neunstöckige mittel­hohe Häuser gebaut (Architekt: Béla Bakos, 1959), mit Innenwänden aus gegosse­nem Beton und vorgefertigten Fassadenplatten. Die Platten waren hier an der Fassade noch nicht sichtbar, sie wurden verputzt und angestrichten: die nied­rigeren Blocks weiß, die höheren in Kontrastfarben, das innere der Loggien in Pastellfarben. Den stärker geformten und abwechslungsreicheren frühen Gebäuden folgten nach 1961 maschinell sich wiederholende Großblock-Typen, dann mittelgroße Häuser mit Großplatten-Fassaden und Innenwänden aus Guß­beton (Enwurf: Béla Bakos, 1961; Ausführung: 1962-63). Die beiden Ränder der Wohnsiedlung wollte man entlang der Üllői út durch individuelle Hochhäuser betonen. Davon wurde nur das Zeilenhochhaus von Géza Magyar an der Mündung der Dési Huber út verwirklicht. Mit seiner vertikalen Masse an der Hauptstraße bietet es dem kleinen Kaufhaus Ecke Ecseri út einen gebührenden Hintergrund. Das andere Hochhaus wurde nicht gebaut: den leeren Streifen ent­lang der Üllői út bebaute man später mit zehnstöckigen Plattenbauten, die wie eine Mauer die Gebäude der inzwischen nach dem Dichter József Attila benann­ten Wohnsiedlung verdecken. Die Zeitgenossen waren mit der Wohnsiedlung größtenteils zufrieden. Die Wohnungen haben wirklich eine gute Anordnung, und sind auch etwas größer 62

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