Ferkai András: Wohnsiedlungen - Unser Budapest (Budapest, 2005)
hauses (mit 2 Wohnungen an jeder Etage) von Tibor Csordás gilt auch heute noch als beispielhaft, der Raum des in zwei Richtungen sich zur Loggia öffnenden Wohn- und Speisezimmers ist besonders elegant. Die Vergrößerung der Wohnfläche wurde durch die mit eingebauter Einrichtung auf 5-6 m2 verkleinerte Küche und die Einbauschränke möglich gemacht. Die Zimmer konnten jedoch auch so nur mit neuentworfenen, leichten und variierbaren modernen Möbeln auf annehmbare Weise eingerichtet werden. Die leichten Sofas, die Tische, Stühle und Sessel mit Spindel- und Ziegenbeinen, an der Mauer befestigte Varia-Schränke — die Gewinner der Möbelausschreibung — erschienen in Óbuda zum ersten Mal, um dann den allgemeinen Geschmack der sechziger Jahre zu erobern. Die József Attila Wohnsiedlung an der Üllői út Die erste große Wohnsiedlung der Hauptstadt wurde symbolisch an den Ort eines der aus der Horthy-Zeit verbliebenen Elendsviertels, der Mária Valéria Siedlung gebaut. Der allgemeine Regulierungsplan für Budapest hatte schon in seinem Vorschlag den Schauplatz für eine Wohnsiedlung bestimmt; die erste Entwurfvariante war anläßlich der Debatte mit ÁRT im Jahre 1953 entstanden. Der im Laufe des folgenden Jahres ausgearbeitete Bebauungsplan (Stadtplanung: Árpád Mester, Buváti; Architektur: József Schall und István Salamon, Iparterv) ■ Erster Bebauungsplan der Wohnsiedlung an der Ültői út <1953-54) 59