Faurest, Kristin: Zehn Budapester Plätze - Unser Budapest (Budapest, 2010)
■ Man kann iich schwer den Mangel der Kriegsjahre vontellen, wenn man den Teleki Markt deute besucht die den Platz umgaben. In der Lujza utca 8 war die polnische Synagoge, andere Gebetsräume befanden sich am Teleki tér i und 5, in der Dobozi utca 7-9, in der Erdélyi utca 19 u. a. Die Geschichte des Platzes wird weniger geprägt durch seine Rolle als Grünfläche oder öffentlicher Park, als durch diejenige als Handelsknotenpunkt, eine Tatsache, die sich bis heute kaum verändert hat. Er wird umringt von Wohnhäusern und einigen verlassenen Geschäftslokalen, dazu einige beißend duftende Bars. Am Platz ist fast alles abgenutzt oder zerbrochen. Wenige Funktionen finden wir da — kein Spielplatz, unbrauchbare Straßenmöbel, ein kaum bemerkbarer Hundeauslauf, durch einen alten Zaun vom Rest des Parks abgetrennt. Einen billigen Lebensmittelmarkt gibt es bis heute — recht typisch, mit Fleischerläden und Obstverkäufern, dazu billige importierte Kleidung und einige billige Bars. 46