Szablyár Péter: Turmhoch - Unser Budapest (Budapest, 2007)
Kleiner Turm mit großer Vergangenheit: der Keulenturm I. Döbrentei tér Die mittelalterliche Budaer Burg war zu ihrer Zeit eine der reichsten, prunkvollsten Europas. Von den einstigen Türmen wurde während des Wiederaufbaus des Palastes ein einziger rekonstruiert: der Keulenturm. Nähern wir uns dem Budaer Burgberg aus südlicher Richtung, so erhebt sich westlich des Südlichen Rondells neben dem Ferdinandtor der Keulenturm, ein mehrmals aus seinen Ruinen wiedergeborenes Bauwerk. Auf mittelalterlichen Abbildungen des Budaer Burgbergs sehen wir ihn als Eckturm mit einem recht schlanken "Stamm" und kegelförmigem Dach, nach der Befreiung der Burg von den Türken blieb nur noch ein Schutthaufen an seiner Stelle. Die Darstellungen der Reformzeit zeigen ihn als eine breite, kegelförmige Bastei von heutiger Höhe. (Die kegelförmige Ummauerung sollte besser vor Kanonenkugeln schützen.) Bei der Rückeroberung Budas während der 1848er Revolution wurde der Turm schwer beschädigt. Beim Wiederaufbau wurde die kegelförmige Verdickung abgetragen, neuvermauert und am oberen Turmabschluss Sezessions-Wasserturm■ Der Keulenturm 73